Das leidige Thema: Gewicht

Der ewige Kampf –

Ich und das Gewicht – wir werden wohl nie im Leben wirkliche Freunde. Dafür verstehen sich das Jojo und ich blendend. Ich darf aber eigentlich nicht wirklich jammern, denn von meinem Allzeit-höchststand bin ich weit weg und grundsätzlich fühle ich mich wohl. Eine typische Läuferfigur werden ich sowieso nie bekommen. Denn noch nervt es immer wieder mal, wenn das Gewicht nach oben geht. Wie geht’s euch da?

Es ist nun schon zehn Jahre her, da hatte ich gewichtsmäßig meinen Höchststand erreicht. Die Waage zeigte eine dreistellige Zahl an und ich wusste: jetzt ist Schluss. Das war kurz bevor unser zweiter Sohn auf die Welt kam und meine beiden Söhne waren auch ein großer Ansporn für mich, abzunehmen. Denn ich wollte ihnen ein Vorbild sein und nicht ein Walfisch, der nichts mit ihnen unternehmen kann. Somit habe ich begonnen abzunehmen.

Dieses Hochzeitsfoto hat mich zum umdenken gebracht.

Letztlich hat mich das Übergewicht auch zu dem Sport gebracht, den ich jetzt so liebe. Ich bin früher Mountainbike gefahren. Nie extrem, aber immer mit Spaß und relativ regelmäßig. Als ich abzunehmen begonnen habe, war mir aber klar, dass ich zum Biken wohl zu wenig Zeit habe. Also habe ich es erst mit Nordic Walking versucht. Versteckt, so dass mich keiner sieht. Doch schon bald war mir das zu langsam und ich versuchte zu laufen. Also die Kilos weniger wurde, lief es auch immer besser und ein Freund nahm mich dann vor gut acht Jahren mal mit auf eine Laufrunde am Berg. Zudem hatte ich bei einem Salomon-Camp kurz vorher schon Trailrunning-Luft schnuppern können. Ich hab sofort gemerkt: ja, das ist es!

Damit hat aber auch mein Dauerkampf mit dem Gewicht begonnen. Ich wollte einfach weniger wiegen. Wie gesagt, nicht super wenig, aber halt weniger. Mit der Ernährung habe ich mich immer schon beschäftigt und so folgten viele Versuche. Sei es Vegetarisch, vegan, Low-Carb usw. Es funktioniert meist, ist aber umständlich und nicht nachhaltig. Denn nach ein paar Monaten falle ich wieder in meine alten Ernährungsmuster zurück. Und dann kommt auch noch der Sommer und das: lass es dir mal gut gehen. Das merke ich dann auch auf der Waage und im Herbst gehen die Kilos dann nie mehr zurück. Damit beginnt das Spiel von neuem. Abnehmen im Frühling, kurzes Halten und Konsequenz, dann kommt der Sommer und die Kilos und im Herbst ist Stillstand.

einst
jetzt

Oder vielleicht sollte ich mir wegen des Gewichts einfach weniger Gedanken machen. Denn ganz ehrlich, was sind schon 5kg mehr oder weniger. Wem von euch geht’s da ähnlich oder wie geht ihr mit dem Thema Gewicht um? Mich würden da wirklich sehr die Erfahrungen anderer interessieren.

 

5 Kommentare

  1. Hatte auch vor gut 8 Jahren meinen Höchststand von 135kg und irgendwie wollte mein Kopf nicht mehr glauben das das gut ist und ich mich wohl fühle.
    Es begann alles relativ langsam aber als dann die Wander Saison losging fielen auch die Kilos.(natürlich auch geregeltes essen und weniger Alkohol)
    Ich fand auch immer mehr Gefallen am klettersteig und generell am Sport in den Bergen.
    Irgendwann war ich dann auf 68 kg das im Gegensatz war dann für mich wieder zu wenig (Kreislauf Probleme kamen vermehrt) nun beweg ich mich zwischen 72 und 75kg. Muss aber dazu sagen ich stehe jeden aber wirklich jeden Tag auf die Waage.

    Naja wie du sagst 5kg auf oder ab macht nit viel aus aber da muss der Kopf auch mitspielen und das muss man können wenn die “Angst” zuzunehmen immer da ist.

    • Gewaltig, gratuliere. Das ist ja eine irre Leistung, so viel abzunehmen. Großer Respekt!! Ja das mit dem täglich abwiegen ist so eine Sache. Auf der einen Seite ist es konsequent und hält einen motoviert, auf der einen Seite ist der Druck wohl auch nicht immer gut. Wo wir eben beim Kopf sind. Das ganze etwas lockerer zu sehen wäre wohl das Beste, ist aber halt auch das schwerste.

  2. Also ich habe in meiner Teenagerzeit Krafttraining gemacht. So richtig Pumpen und Fressen. Da habe ich 96 kg bei 178 gewogen. Ging so, weil ich ja auch kräftig war. Als ich damit aufgehört habe, bin ich auch 82 kg runter, dann aber in kürzester Zeit wieder auf 95 rauf, aber diesmal keine Muckis mehr. Seitdem kämpfe ich mit dem Gewicht. 75 kg fände ich schon gut, weniger muss es gar nicht werden. Ich komme leider wegen meinem Schichtdienst und der Familie nicht dazu permanent Sport zu machen. Ich laufe so oft es geht, klettere und schwimme. Und ich passe schon auf beim Essen. Prinzipien wie WW funktionieren da eigentlich gut, weil man schon alles Essen kann und nicht wirklich verzichten muss. Man muss halt schon schauen, wenn man sich mal was gegönnt hat, dann spart man halt den Rest des Tages. Aber ich pendle trotzdem seit geraumer Zeit um die 80 kg +/- 2. Meiner Meinung mach andauernder Verzicht Kopf und Seele kaputt.

    • Wow, klingt nach einer spannenden Entwicklung die du durchgemacht hast! Das es mit dem Schichtdienst sehr schwer ist regelmäßig zu essen kann ich mir gut vorstellen. Ich merke es schon wenn ich viel Arbeit habe und unregelmäßig zum Essen komm, da geht das Gewicht meist rauf. Mit dem letzten Satz hast sicher absolut recht. Dauernder Verzicht macht Kopf und Seele kaputt. Das werde ich mir sicher in meine “Merksprüche-Liste” eintragen.

  3. Wahnsinn Harald was du draus gemacht hast!
    Mit ins alte Muster zurück fallen da stimme ich dir zu 1000% zu, trifft auf mich voll zu.
    Zu meinem Gewicht wäre zu sagen, 2014 120kg Höchststand, 2017 88kg, jetzt bewege ich mich bei 95kg….
    Also viel zu viel um Laufsport vernünftig auszuüben, ich gebe aber nicht auf und lasse mich nicht von meinem Weg abbringen!
    Lg

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