Mammut Sertig Advanced Low

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Mehr Trail als Wandern –

Eigentlich hat sich Mammut aus dem Trailrunning zurückgezogen und sich mehr auf das Speed-Mountaineering konzentriert. Doch in der Schuhpalette finden sich nach wie vor spannende Trailrunning-Schuhe, die nun „Sertig“ getauft wurden. Ein alter Bekannter ist der „Sertig Advanced Low“, früher bekannt als „MTR 201II Max Low“. Mammut hat den Schuh etwas upgedated und jetzt unter neuem Namen als Wanderschuh im Programm. Das wird ihm aber absolut nicht gerecht, denn der „Sertig Advanced Low“ ist nach wie vor auf den Trails daheim.

Der erste Eindruck

Er ist üppig. Wie schon sein Vorgänger baut er auf einer besonders üppigen Sohle, die ist schon Hoka-ähnlich. Dazu fällt auch noch der recht extreme Rocker auf. Also die runde Form der Sohle. Ansonsten wurde das Obermaterial des Schuhs verbessert, er hat ein wenig mehr Schutz bekommen, aber es wurde alles ein wenig feiner ausgeführt. Das Profil ist nicht sonderlich grob, dabei kommt auch die Mammut eigenen Gummimischung zum Einsatz. Bei der Schnürung vertrauen die Schweizer auf ein Quicklace-System. Mit gleich zwei Gummizügen über dem Rist lässt sich dann das Schuhband auch verstauen, denn das ist doch recht lang ausgefallen. Mit 6mm Sprengung und auch mit seinen 325 Gramm liegt der Sertig im Mittelbereich.

Die Passform

Neu ist auch die sockenartige Passform. Das Obermaterial ist aus einen Stück gebaut und damit kann die Zunge nicht mehr verrutschen und der Fuß wird richtig gut umschlossen. Die Passform ist sehr gut, aber ich würde ihn als eng einstufen. Vor allem wegen der sockenartigen Bauweise. Nach ein paar Mal An- und Ausziehen wird er aber ein wenig weiter. Auffällig ist die Rocker-Konstruktion, die ist sogar im Stehen gut zu spüren. Das Quicklace-System fixiert den Fuß vor allem im Mittelfußbereich sehr gut. Generell würde ich den Schuh als komfortabel einstufen.

Die Sohle

Das wohl auffälligste am Sertig Advanced Low ist die Zwischensohle. Sie ist wirklich extrem dick. Das verspricht vor allem viel Komfort, dank des Rockers soll der Schuh aber noch lauffreudig bleiben. Die Sprengung beträgt 6mm, was angenehm flach ist. Die Fersenhöhe liegt aber bei satten 14mm. Also man steht schon hoch. Das bringt aber auch angenehm viel Dämpfung und Schutz gegen den Untergrund. Leider geht damit aber auch das Gefühl für den Boden ziemlich verloren. Bei der Außensohle kommt die hauseigene gripex Gummisohle zum Einsatz. Das Profil ist eher feingliedrig, ideal für festen Untergrund. Es bringt aber Nachteile, wenn es weich und tief ist.

Auf der Strecke

Wie schon zu erwarten, rollt der Schuh wirklich gut ab. Vor allem auf festen und wenig technischen Trails macht der Sertig Advanced wirklich Spaß. Auch auf längeren Strecken und auf Forststraßen macht er sich richtig gut. Durch den Rocker rollt der Schuh schön ab und wirkt sogar fast ein wenig dynamisch. Die Dämpfung arbeitet gut, dämpft aber wirklich alles weg, man spürt den Untergrund nicht. Was auf festem Untergrund ein Vorteil ist, ist auf winkligen Trails aber der Nachteil des Sertig. Durch die hohe Bauweise wird er etwas unsicher auf technischen Trails, er neigt zum Umkippen und er ist auch nicht besonders quirlig.

Fazit

Also eines ist klar, ein Wanderschuh ist der Sertig Advanced Low auf keinen Fall. Er ist ein braver Trailrunning-Schuh, der es aber eindeutig lieber weniger technisch mag. Seine Stärken liegen klar auf Schotterpisten, Forststraßen und bei langen Trainingsläufen. Er bietet dem Fuß viel Schutz und vor allem Komfort dank üppiger Dämpfung und der Rockersohle. Da kann man sich wirklich auf ihn verlassen. Wer aber eine schnelle Runde auf den Hometrails drehen will, wird nicht glücklich werden mit dem Sertig Advanced Low. Wer viele Kilometer abspulen will, der liegt allerdings richtig.

Mehr Infos zum Mammut Sertig Advanced Low findet ihr hier

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Das Produkt wurde vom Hersteller zu Testzwecken zur Verfügung gestellt.

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