Columbia Montrail Caldorado III OutDry

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Sie sind selten, aber es gibt sie: Wasserdichte Schuhe, die als Membran nicht Gore Tex verwenden, sondern OutDry. Der Effekt ist grundsätzlich derselbe, das Material verhält sich aber doch deutlich anders. Columbia Montrail setzt bei seiner wasserdichten Version des Caldorado III eben auf OutDry. Der Hauptunterschied zwischen OutDry und Goretex ist, dass die OutDry Membran direkt auf das Obermaterial laminiert wird. Es trägt damit nicht so auf.

Der erste Eindruck

OutDry typisch ist das glatte Obermaterial. Es wirkt fast etwas „gummiert“. Farbmäßig hat sich Montrail etwas zurückgehalten beim Caldorado III OutDry. Schwarz/grau mit ein wenig Blau. Die Verarbeitung ist sauber, es gibt keine Nähte mehr, alles wurde verklebt. Wie bei wasserdichten Schuhen üblich, ist die Zunge mit dem Schaft vernäht. Der Caldorado III OutDry präsentiert sich eher als Allrounder, mit 8mm Sprengung und mittlerem Profil. Das Gewicht von 310 Gramm ist für einen wasserdichten Schuh ganz in Ordnung wie ich finde. Bei der Schnürung setzt Montrail auf klassische Schnürsenkel.

Die Passform

Hier fällt vor allem die gute Einlegesohle auf, sie ist wertig und gut geformt. Das ist nicht mehr bei jedem Schuh so. Grundsätzlich passt der Caldorado III OutDry für einen wasserdichten Schuh echt gut, hier macht sich die laminierte Membran bemerkbar. Da das Material weniger „geschwollen“ wirkt als bei anderen Membranen. Das spürt man auch beim Schnüren, der Schuh lässt sich sehr gut an den Fuß anpassen. Die Zunge ist weich und angenehm. Der Schnitt ist normal, also nicht zu schmal und nicht zu breit.

Die Sohle

Auch wenn die Sprengung bei 8mm liegt, hat man das Gefühlt tief im Schuh zu stehen, das vermittelt Sicherheit. Bei der Dämpfung setzt Montrail auf seinen eigenen „FluidFoam“. Die Abstimmung würde ich als komfortabel, aber nicht überdämpft bezeichnen. Sie ist aber ausreichend, auch Kilometer auf harten Schotterpisten oder auf dem Asphalt abzuspulen. Bei der Außensohle kommt ein ausgewogenes Profil zum Einsatz. Die Profiltiefe beträgt zwar 4mm, dennoch sind die Quadrate nicht zu grob und somit ist der Schuh wirklich in fast jedem Gelände zu Hause. Ausnahmen sind schon wie gewohnt nasse Wurzeln, hier kommt die Gummimischung an ihre Grenzen. Aber in weichem Boden, auf feuchtem Stein oder im Gras bietet der Schuh viel Grip.

Auf der Strecke

So wie er aussieht läuft sich der Caldorado III OutDry auch. Sehr ausgewogen und unauffällig. Vorneweg, dass es sich um einen wasserdichten Schuh handelt spürt man kaum. Der Schuh wirkt gar nicht steif oder schwer. Er vermittelt Lauffreude, rollt gut ab und bietet ausreichend Grip. Das sorgt für viel Spaß auf dem Trail, aber der Schuh lässt sich auch ohne weiteres auf Asphalt oder Schotterpisten laufen. Über die Qualitäten der OutDry-Membran gibt´s auch nichts zu jammern. Sie hält dicht und im Winter auch angenehm warm. Für den Sommer wird sie dann wohl zu warm sein, aber da brauche ich auch keinen wasserdichten Schuh.

Fazit

Der Caldorado III OutDry ist ein guter Winter-Allroundschuh. Er fühlt sich wirklich auf jedem Untergrund wohl, ist lauffreudig und dazu warm und wasserfest. Dank des ausgewogenen Profils ist sein Einsatzbereich wirklich groß. Für den Winter kann man den
Caldorado III OutDry sogar als Ersatz für den Straßenlaufschuh verwenden. Der Grip ist aber auch im Gelände gut. Auf der anderen Seite sticht auch nichts extrem hervor. Er ist nicht sonderlich dynamisch, leicht oder innovativ. Er ist ein treuer Begleiter für den Winter.

Mehr Infos zum Columbia Montrail Caldorado III OutDry findet ihr hier

Transparenzhinweis:  Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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