Mammut Spindrift 14

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Pistentourengehen erfreut sich immer größerer Beliebtheit und darauf reagiert auch die Industrie langsam. Spezielle Produkte für Pistengeher werden auf den Markt gebracht. Wie zum Beispiel die Spindrift Rucksackserie von Mammut. Der Spannendste der drei Rücksäcke ist dabei aus meiner Sicht der Spindrift 14. Ich konnte ihn schon im Frühling das erste Mal testen und auch im Herbst hatte ich ihn schon ein paar Mal im Einsatz.

Die Optik

Der Spindrift 14 ist wirklich so ganz anders als alle anderen Skitourenrucksäcke, die ich kenne. Er ähnelt viel mehr einem Trailrunning-Rucksack. Hier dürften sich die Entwickler des Spindrift 14 auch die eine oder andere Idee geholt haben. Denn der Spindrift 14 funktioniert wie eine Trailrunning-Weste. Das heißt, man kann eigentlich alles von vorne, also ohne den Rucksack runter nehmen zu müssen, erreichen. Er hat die Form eines Dreiecks und die Hüftgurte ziehen sich ganz nach vorne. Sie sind auch keine klassischen Gurte, sondern eigentlich erweiterte Hüfttaschen, die weit nach vorne ziehen. Dazu kommt noch zwei größere Hauptfächer, nur diese sind nicht von vorne zu erreichen. Eines davon öffnet hinten, das zweite ist über das Rückenteil zu öffnen.

Dazu kommen noch die üblichen Ausstattungsmerkmale wie Ski- und Stockhalterung, ein verstaubarer Flaschenhalter und eine Signalpfeife. Dann wird’s aber schon wieder speziell. In einer der Hüfttaschen ist ein Wind Shield-Jacket, dass man für eine schnelle Abfahrt überzeihen kann. Die großen Hüfttaschen sind auch unterteilt, um zum Beispiel ein Handy optimal unterbringen zu können, oder Gels, Riegel usw. Auch die Verwendung einer Trinkblase ist möglich. Der Platz ist mit 14 Liter sehr beschränkt, aber für schnelle Pistentouren ist das gerade richtig. Zudem gibt´s noch einen integrierte Helmhalterung mit Volumenerweiterung (+2L). Hier könnte man statt des Helms auch die Jacke unterbringen. Das Gewicht liegt beim 760 Gramm. Nicht ganz leicht, aber das ist der Funktion geschuldet. Die Träger sind trotz der sehr vorgegebenen Form anpassbar.

Der extra Windschutz

Im Gelände

Mit 14 Litern ist der Spindrift 14 echt nicht groß. Das heißt, man sollte sich beim Packen gut überlegen was man braucht. Aber fürs Training auf der Piste ist das bei mir nicht viel. Ein Wechselshirt, eine isolierte Jacke, Skibrille und Überhandschuhe, das wars und das hat auch locker Platz im Spindrift. Dazu kommt noch das Getränk, also die Flasche kommt in den Flaschenhalter am Schultergurt, dann noch einen Riegel, und das Handy, rein in eine der Seitentaschen. Nach der Anpassung sitzt der Spindrift wirklich wie angegossen am Rücken und ich komme mir vor wie im Sommer, wo ich alles von vorne aus erreiche. Das ist wirklich super angenehm.

Der Sitz ist sehr gut, kein Wackeln kein Hüpfen, die Bewegungsfreiheit ist durch die Seitentaschen in keinster Weise eingeschränkt. Seine große Stärke spielt er dann aber oben aus. Ein weiterer Anstieg ist geplant, also Felle runter und rein in eine der Seitentaschen, zuvor wird das Wind-Shield rausgeholt und übergezogen. Und schon geht’s runter. Unten dann dasselbe retour, Fell raus, Wind-Shield wieder rein und schon geht’s wieder los nach oben. Der Zugriff ist wirklich super easy und auch groß genug, damit man nicht fummeln muss.

Fazit

Mammut hat mich mit dem Spindrift wirklich überrascht, weil ich die Schweizer nicht wirklich so auf das schnelle und sportliche Skitourengehen ausgerichtet gesehen habe. Aber mit dem Spindrift 14 liefern sie einen nahezu perfekten Rucksack für alle ab, die wirklich auf der Piste zum Trainieren unterwegs sind. Die nur das wesentliche mitnehmen wollen und wirklich alles in Griffweite haben wollen. Der Rucksack ist unglaublich durchdacht. Klar ist aber auch, er ist wirklich nur für diesen Zweck optimal, wer einen breiten Ski mit großen Fellen hat, wird diese im Seitenfach nicht Platz haben. Lawinenausrüstung hat sowieso keinen Platz drinnen. Also, die Zielgruppe ist klar abgesteckt. Wer mehr Platz braucht, könnte sich den größeren Bruder ansehen, den Spindrift 26. Was leider schlecht gelöst ist, ist dieses integrierte Wind-Shield. Die Idee ist wirklich großartig, wenn man aber einen Helm am Kopf hat, bringt man diese Jacke nicht über den Kopf. Hier sollte Mammut nachbessern, denn diese Zielgruppe wird wohl meist mit Helm unterwegs sein. 

Mehr Infos zum Mammut Spindrift 14 findet ihr hier

Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt.

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