Chiemgau Trail Run 19 Nachbericht

Spaß auf bayerische Trails

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Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. So kann man wohl meinen Abstecher nach Marquartstein zum Chiemgau Trail Run (CTR) auf den Punkt bringen. Marquartstein liegt ja wirklich nur einen Katzensprung von mir weg und im Vorjahr konnte ich mich schon beim aussimuasi mit auffimuasi in Unterwössen von den Trails in der Region überzeugen. Im Vorjahr erlebte auch der CTR seine Premiere, noch ohne mich. Aber schon da habe ich viel Gutes von dem Rennen gehört. Heuer stand dann aber das Innsbruck Alpine Trailrun Festival bei mir im Focus. Mich erreicht dann vor drei Wochen aber eine Nachricht von CTR-Veranstalter Dominik mit der Frage, warum ich noch nicht auf der Teilnehmerliste stehen würde. Hm, warum eigentlich? Na, weil ich beim IATF am Start stehe, aber irgendwie reizte mich der CTR sehr. Na gut, ein 21k und 1190Hm gehen immer. Und schon hörte ich mich Dominik zusagen.

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Es ist angerichtet

So ganz sicher war ich mir dann in der Woche nach dem IATF und vor dem Chiemgau Trail Run nicht, ob die Zusage so gescheit war. Zum einen hatte ich es etwas stressig in der Arbeit und zum Zweiten ist meine Lust nach einem Rennen immer eine Weile mäßig. Noch dazu meldete der Wetterbericht wieder schlechtes Wetter. Was mir allerdings entgegenkam, war die Startzeit von 12h für den Halbmarathon. Dann musste ich wenigstens nicht so früh raus. Besonders gefallen hat mir auch die Aussicht, dass es nur einen Anstieg und einen Downhill bei der Strecke gab. Also kein erneutes Motivieren auf der Strecke. Doch das änderte sich unter der Woche, denn wegen des Schneefalls musste die Strecke geändert werden. Sie wurde um einen Kilometer länger und um ein paar Höhenmeter mehr, kein Thema – aber aus einem wurden zwei Anstiege.

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Naja, egal. Es ist wie es ist, das dachte ich mir auch beim Wetter und der Samstag startete dann eh wieder mal deutlich besser als vorhergesagt. So kam dann bei der Anreise in den Chiemgau doch etwas Stimmung auf. Angekommen in Marquartstein war ich dann echt gespannt auf die Veranstaltung. Und ich war sofort begeistert, wie locker das Ganze angelaufen ist. Der Parkplatz war gut beschildert und ausreichend groß. Beim Weg ins Ziel waren schon die Tafeln vom CTR zu sehen „Nur mehr 500m“, zum Beispiel. Dann ganz entspannte Startnummernabholung, auch hier alles locker und easy und ab in den Start- und Zielbereich. Die 60k- und 42k-Teilnehmer waren ja schon unterwegs und die Stimmung war extrem entspannt. Ich konnte noch den Zieleinlauf des 60k-Siegers Adrian Niski ansehen und dann ging ich mich fürs Rennen bereit machen. Zurück am Start kam gerade Veith von der 42er Strecke durch, den konnte ich noch anfeuern. Auch beim Chiemgau Trail Run waren einige Bekannte zu treffen und die Atmosphäre ist echt super locker.

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Das Rennen

So locker gings auch zur Startaufstellung des CTR. Um 12h war der Startschuss, um 11:55 Uhr gingen alle entspannt zur Startaufstellung. Es waren immerhin über 400 Leute, aber trotzdem lief es ganz locker. Am Start traf ich auch noch die Burschen vom Kaosamarsch und schon gings auf die Strecke. Ich war echt gespannt und wurde wirklich belohnt. Nach einem kurzen Teil auf Asphalt gings gleich auf einen schmalen Schotter-Fahrweg, aber gleich ordentlich bergan. Die Teilnehmer verteilten sich dabei gut und es kam zu keinen Staus. Der erste Anstieg hat eine sehr angenehme Steigung, aber ich wollte es locker angehen und hab daher die Stöcke rausgeholt und bin gegangen. Ich wollte Körner sparen, denn ich hatte gehört, dass es der zweite Anstieg in sich haben sollte. Schon bald gings auf einen schmalen Wanderweg immer weiter nach oben.

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Ausblick zum Chiemsee

Wir kamen zum ersten Mal zur Schnappenkapelle, dort wurden wir von vielen Zuschauern begeistert empfangen. Von dort führte ein sehr schöner Trail weiter. Immer wieder auf und ab, aber tendenziell mehr bergab bis zum ersten Downhill. Der führte über eine Schotterstraße und war recht flott laufbar, aber nicht das Highlight der CTR-Strecke. Vor dem zweiten Anstieg dann die gut bestückte Labstation. Und dann gings über einen schmalen Trail aufwärts, knackig aber nicht ganz so wild wie ich gehört hatte. Mir taugte das sehr, denn erstens hatte ich ja Körner gespart und zweitens kam das meinem Wintertraining sehr entgegen. Also Stöcke raus und rauf. Hier drehte dann das Wetter und es wurde windig und kühl. Wir waren aber im Wald unterwegs, wie fast auf der ganzen Strecke, und es wurde richtig cool und mystisch mit Nebel und ganz feuchter Luft. Als wir zum zweiten Mal bei der Schnappenkapelle ankamen, wars so gut wie geschafft. „Jetzt geht’s nur mehr runter“, hörten wir von den Zuschauern. Der zweite Downhill war etwas lustiger als der erste, der schmale Schotterweg war etwas lässiger zu laufen. Kurz vor dem Ort dann nochmal eine Abzweigung und noch ein guter Kilometer schöne Trails, bis wir wieder Richtung Ort geleitet wurden. Da traf ich dann auch Veith wieder, der sich auf den letzten zwei Kilometern der 42er Strecke quälte. Ich hab schnell zu ihm aufgeschlossen und versucht, ihn noch für das letzte Stück zu motivieren, das wir dann noch gemeinsam gelaufen sind. Hier gings entlang der Tiroler Ache zurück in den Ort und ins Ziel. Zu der Zeit hat es dann schon geregnet, aber die Stimmung im Ziel war trotzdem gut und auch an der Streck standen noch Leute.

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Der CTR hat Spaß gemacht

Generell muss man die gute und locker Stimmung der Veranstaltung hervorheben. Der CTR ist so dermaßen entspannt und die Einheimischen stehen hinter dem Event. Denn immer wieder standen Zuschauer an der Strecke und haben uns angefeuert. Vor allem bei der Schnappenkapelle und in Ortsnähe war das echt super. Die Strecke selbst gefällt mir sehr gut. So mancher Veranstalter hätte gerne so einen Hauptstrecke, wie Dominik als Alternativ-Strecke angeboten hat. Eine schöne Mischung aus Trails und Schotterwegen mit ganz hohem Waldanteil. Das hat richtig Spaß gemacht. Klein, fein und extrem entspannt, dazu noch feine Trails – was will man mehr. Dazu gibt’s noch Strecken von 8 bis 60, also ist auch für Einsteiger was dabei. Ich kann den Chiemgau Trail Run echt empfehlen, denn mir hat es großen Spaß gemacht mitzulaufen.

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Transparenzhinweis: Der Startplatz wurde mir vom Veranstalter des Chiemgau Trail Run ohne damit verbundene Verpflichtungen zur Verfügung gestellt.

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Der verdiente Radler im Ziel.

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