Petzl Iko Core

Schlank mit viel Leistung

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Nicht mehr lange und die Tage werden wieder kürzer und man muss die Stirnlampe wieder rauskramen. Aber vielleicht sollte man die auch dort lassen, wo sie ist, denn in kaum einem anderen Bereich hat es eine solch enorme Weiterentwicklung in den vergangenen Jahren gegeben. Die Stirnlampen wurden immer leichter und stärker. Leicht und leistungsstark ist auch die neue Iko Core, welche Petzl erst vor kurzem präsentiert hat. Ob die Neuheit auch auf dem Trail überzeugen kann, habe ich im Test herausgefunden.

Die Optik

Die Iko Core ist schon auf den ersten Blick anders als die Modelle der Mitbewerber. Am auffälligsten ist die „Rahmenbauweise“. Es gibt kein klassisches Stirnband mehr, sondern einen weichen Rahmen, der den Kopf umschließt. Das Material ist weich und angenehm zu tragen. Die Bänder im hinteren Bereich dienen zur Anpassung, das Kabel ist vollständig im Rahmen integriert, das gibt es bisher so noch nicht. Auffällig ist auch der extrem schlanke Leuchtkopf mit sieben LEDs. Er ist völlig frei verstellbar, ohne Rasterung usw. Am Hinterkopf befindet sich das Akkupack. Hier setzt Petzl auf den bekannten Core-Akku mit 1250mAh. Den kann man auch aus den bisherigen Core-Modellen verwenden. Wie bei allen Core-Modellen kann man auch drei AAA-Batterien als Ersatz verwenden. Das ist bei Ultras ideal, entweder mit einem zweiten Akku oder mit Batterien.

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Die Leistung liegt bei 500 Lumen bei maximaler Power, es gibt noch zwei weitere Stufen mit 100 Lumen und einen 6 Lumen Notfallmodus oder als Lampe im Zelt. Wie gesagt kann man die Lampe auch mit drei AAA-Batterien betreiben, dann hat sie allerdings nur 350lm maximal. Die Leuchtmodi werden über einen Knopf unter dem Lichtkopf gesteuert. Spannend ist auch, dass bei der Iko Core ein neues Lichtkonzept zum Einsatz kommt. Die Lampe leuchtet mit zwei Unterschiedlichen Lichtkegeln zugleich. Damit hat man eine breite Ausleuchtung für die Nähe und einen fokussierten Kegel für die Weite. Man braucht also nichts mehr umstellen, die Lampe leuchtet sowohl breit als weit. Die Iko Core wiegt 79 Gramm.

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Im Gelände

Ich muss gestehen, vor der ersten Anprobe war ich skeptisch. Der Rahmen wirkt irgendwie unbequem. Das Gegenteil ist allerdings der Fall, er ist so weich und schmal, dass man ihn kaum spürt, er umschließt den Kopf sehr angenehm. Der Akku ist hinten so ideal platziert, dass man ihn kaum spürt und den minimalistischen Leuchtkopf spürt man sowieso gar nicht. Die Passform ist also schon mal richtig gut. Die Bedienung über nur einen Knopf ist „deppeneinfach“ und auch, dass der Leuchtkopf stufenlos geschwenkt werden kann ist sehr praktisch. So kann man ihn genau so anpassen, wie man es persönlich möchte. Kommen wir zur Leuchtkraft und zum Lichtkegel. 500 Lumen sind eine ordentliche Menge an Licht und diese wird bei der Iko Core wirklich hervorragend verteilt. So gut, dass man die 500lm beim Trailrunning kaum braucht. Bei meinem Nachtlauf hatte ich die Iko Core fast nur auf der mittleren Stufe mit 100lm. Lediglich beim technischen Downhill musste ich die Leistung erhöhen.

Die beiden Lichtkegel bilden ein sehr gutes Lichtbild vor dem Läufer, man sieht sowohl alles vor sich, auch mit Ästen usw., als auch in der Ferne. Das Umschalten hat damit ein Ende. Sehr angenehm finde ich auch, dass Petzl bei der Iko Core auf jeglichen technischen Schnickschnack verzichtet hat. Kein Reactiv Light, kein Bluetooth und Co. Das fehlt aber nicht im Geringsten. Die Akkuleistung wird bei 500lm mit 2:30 Stunden (Reserve 0,25lux 4,5 Stunden) angegeben, die habe ich bei zwei Probeläufen auch jedes Mal erreicht, sogar etwas mehr. Aber das war bei angenehmen sommerlichen Temperaturen, im Winter wird’s dann wohl knapp weniger sein als die 2,5 Stunden. Der Standardmodus mit 100lm liefert hingegen dann schon 9 Stunden Licht (Reserve 0,25lux 2,5 Stunden). Das hält er auch locker durch, auch hier liegen meine Erfahrungswerte deutlich drüber. Im Winter dürften dann die neun Stunden ziemlich passen. Um die Lampe zu verstauen ist eine kleine Tasche im Lieferumfang dabei und wenn man sie verdreht, kann man sie recht klein zusammenpacken.

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Fazit Petzl Iko Core

Nach der Swift RL legt Petzl nun mit der Iko Core nach. Diesmal ohne große technische Features, einfach mit wenig Gewicht, jeder Menge Lumen und einer neuartigen Bauweise. Der Rahmen wirkt zwar etwas unbequem, ist es aber ganz und gar nicht. Man spürt die Lampe am Kopf kaum und sie lässt sich problemlos anpassen. Wirklich punkten kann die Iko Core aber mit ihrem doppelten Lichtkegel, der sowohl die Breite auch die Tiefe abdeckt. Man braucht nicht mehr hin und her schalten oder fokussieren, die Lampe leuchtet immer richtig. Mit den 2,5 Stunden für 500lm ist auch die Akkuleistung sehr gut und dank des Core Akkus ist ein Ersatzakku eventuell schon von einer alten Petzl vorhanden oder kann günstig dazu gekauft werden. Auch der Notbetrieb mit Batterien ist praktisch. Lediglich beim Einsetzen des Akkus oder der Batterien gäbe es Verbesserungsbedarf. Im Dunkeln ist das nicht ganz so einfach. Mit 79 Gramm, 500lm, frei verstellbarem Lichtkopf, doppeltem Lichtkegel und einer kabellosen Rahmenkonstruktion liefert Petzl mit der Iko Core eine großartige Lampe für Trailrunner ab und das zu einem wirklich erschwinglichen Preis.

Mehr Infos zur Petzl Iko Core findet ihr hier

Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Damit ist aber keinerlei Einfluss auf das Ergebnis des Tests verbunden.

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