Koordinationsgeräte erleben seit einigen Jahren einen Aufschwung – nicht zuletzt, weil sie auch in Phasen eingeschränkter Trainingsmöglichkeiten eine einfache Option für das Training zu Hause bieten. Gerade für Trailrunner sind sie mehr als nur eine Ergänzung: Eine stabile Rumpfmuskulatur verbessert nicht nur die Kontrolle im technischen Gelände, sondern kann auch im Downhill-Tempo bringen. In dieses Segment fällt auch das neue Sensoboard Lite, entwickelt von einem kleinen deutschen Hersteller gleichen Namens. Was kann das neue Board?
Der erste Eindruck
Schon beim ersten Eindruck wird klar, dass es sich hier nicht um ein klassisches Balance Board handelt. Mit rund sechs Kilogramm Gewicht und einer Breite von etwa 60 Zentimetern fällt das Sensoboard Lite deutlich größer und massiver aus als viele vergleichbare Geräte. Es ist aber wesentlich kleiner und leichter, etwa als das von mir schon getestete Sensoboard Essential (Test). Die Konstruktion aus Holz ist hochwertig verarbeitet, stabil und auf Langlebigkeit ausgelegt. Gelagert ist das Board auf einer zentralen Kugel. Zusätzlich stabilisieren Gummizüge die Bewegung. Die Standfläche ist rutschfest ausgeführt und bietet sicheren Halt.

In der Anwendung zeigt sich rasch der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Balance Boards. Durch die Kugellagerung entsteht eine zusätzliche Bewegungsdimension: Das Board kippt nicht nur nach vorne, hinten oder zur Seite, sondern kann sich auch in der Horizontalen verschieben. Diese Kombination macht das Training deutlich anspruchsvoller. Über die Spannung der Gummizüge lässt sich der Schwierigkeitsgrad anpassen, dennoch bleibt der Einstieg fordernd. Gerade ungeübte Nutzer dürften anfangs zu kämpfen haben. Gleichzeitig eröffnet die große Standfläche ein breites Spektrum an Übungen, das über klassisches Gleichgewichtstraining hinausgeht und auch sportartspezifische Anwendungen – etwa für Trailrunning, Snowboarden oder Surfen – ermöglicht.

Und was im Lite nun auch neu ist und weitere Trainingsmöglichkeiten gibt, ist die optionale digitale Erweiterung. Es gibt einen Bewegungssensor‑Einschub und App‑Gamification/Analyse für Trainingsprogramme und Spiele. Der Sensor erfasst dabei Bewegungen wie Neigung und Gewichtsverlagerung in Echtzeit und überträgt sie an ein Smartphone oder Tablet. Dort werden die Daten visualisiert und liefern direktes Feedback zur Balance und Stabilität, ergänzt durch Auswertungen nach dem Training. Darüber hinaus bietet die App geführte Trainingsprogramme mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.
Fazit Sensoboard Lite
Das Sensoboard Lite ist ein sehr robustes, extrem hochwertiges, vielseitiges Trainingsgerät mit klarem Fokus auf anspruchsvolles Koordinationstraining. Funktional überzeugt es durch die zusätzliche Bewegungsfreiheit, die das Training intensiviert und erweitert. Besonders die digitale Erweiterung macht das Board noch einmal spannender und man kann deutlich abwechslungsreicher trainieren. Zudem bleibt die Trainingsfreude damit auch länger erhalten. Leider ist das Lite Modell nicht nur etwas kleiner und leichter. Es ist für Personen bis 75 Kilo ausgelegt. Wer also mehr wiegt, so wie ich, greift weiter zum Essential oder zum Pro, wenn man die digitale Integration haben will und bereit ist, deutlich mehr zu investieren.
“Das Sensoboard Lite ist ein hochwertiges Koordinationstool mit großer Bewegungsfreiheit und optionaler Digitalfunktion, jedoch nur für Nutzer bis 75 Kilogramm ausgelegt.“
Mehr Infos zum Sensoboard Essential findet ihr hier

Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt.


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