Fritschi Vipec Evo 12

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Sie haben klar die Rahmenbindung als Standard im Tourenskisport abgelöst – die Pin-Bindungen. Vor allem aufstiegsorientierte Tourengeher setzen schon lange auf die leichten Bindungen. Fritschi war dann der erste Hersteller, der eine Pin-Bindung mit Sicherheitsauslösung auf den Markt gebracht hat. Die erste Vipec hatte aber noch so ihre Schwächen. Diese hat man der aktuellen Vipec Evo 12 aber ausgetrieben und so bieten die Schweizer nun auch eine Pin-Alternative für alle jene, die bisher noch zu wenig Vertrauen in die Sicherheit der Pin Bindungen hatten. Ich konnte sie jetzt einige Wochen mit dem Scott Speedguide 95 testen.

Der erste Eindruck

Auf den ersten Blick sieht sie sehr wuchtig und wie eine Paarung aus herkömmlicher Bindung und Pin-Bindung aus. Der Hinterbacken hat hier den Namen wirklich verdient und auch vorne ist für eine Pin-Bindung ungewöhnlich viel Material. Dafür bietet die Fritschi Vipec Evo 12 hinten und vorne Auslösungen nach DIN-Standard.  Das Schlägt sich aufs Gewicht, das Paar wiegt ohne Stopper bereits 1000 Gramm, mit Stopper kommen noch mal 160 Gram insgesamt dazu. Sie bietet drei Aufstiegspositionen, von 0-Steighilfe über eine kleinere und eine größere Steighilfe. Vorne ist die Funktion wie von anderen Pin-Bindungen gewohnt. Beim Aufstieg wird die Klappe arretiert, zur Abfahrt bleibt sie offen. Damit ist auch der Auslösestandart garantiert. Die Vipec Evo 12 baut etwas höher als andere Bindungen, das ist aber nicht weiter störend.

Im Gelände

Die Fritschi Vipec Evo 12 setzt ganz klar auf Sicherheit und Komfort. Das merkt man schon beim Einstieg in die Bindung. Gleich mehrere Hilfen weisen einem dabei den Weg und man kann fast blind in die Bindung einsteigen. Hier sammelt die Bindung schon mal Pluspunkte. Sehr einfach zu bedienen sind auch die Steighilfen, das geht ganz einfach mit dem Stock. Lediglich das Umstellen von Abfahrt zu Aufstieg und umgekehrt ist etwas fummelig gestaltet. Man muss einen Teil des Hinterbackens nach unten drücken. Das sollte man besser mit dem Fuß machen, mit dem Finger klemmt man sich hier leicht. Hat man´s aber heraussen, ist es mit dem Fuß gut zu bewerkstelligen. Vor der Schuhspitze ist ein Gummi angebracht, der beim Einstieg helfen soll. Mit dem konnte ich mich nicht anfreunden, der schränkt aus meiner Sicht die Bewegung ein. Beim Einstieg hilft er, sonst nervt er. Hier hat Fritschi inzwischen nachgebessert und den Gummi verkleinert. Super ist die Abfahrtsperformance. Hier spürt man zu einer Rahmenbindung keinen Unterschied mehr und dank der erhöhten Standposition bringt man auch etwas mehr Druck auf die Kante.

Fazit

Sehr einfache Bedienung, viel Sicherheit und Komfort, aber ein paar nervige Details. Die Fritschi Vipec Evo 12 konnte mich nicht rundum überzeugen. Hervorheben will ich den Gummi vor der Schuhspitze, der nervt mich und ich würde ihn abschneiden. Er blockiert mich wirklich bei langen Schritten und stört in Spitzkehren. Auch die Umstellung von Abfahrt zu Aufstieg ist unpraktisch gelöst. Auf der Habenseite ist klar der Einstiegskomfort, die Sicherheitsauslösung und der Fahrkomfort. Ich würde die Vipec Evo 12 für einen klassischen, gemütlicheren Tourengeher empfehlen, der eben Komfort und Sicherheit sucht und auch die Abfahrtsperformance von Rahmenbindungen schätzt und auch für alle jene, die noch immer an den Rahmenbindungen festhalten. Die Zeit ist vorbei und dank der Vipec Evo 12 gibt´s auch für euch eine Alternative.

Mehr Infos zu der Fritschi Vipec Evo 12 gibt es hier

Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir vom Hersteller für den Test zur Verfügung gestellt.

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