Hoka One One Speedgoat 3

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Endlich konnte ich mal wieder einen Hoka One One testen. Vor ein paar Wochen ist der aktuelle Speedgoat 3 bei mir eingetroffen. Schon seit Jahren sorgt Hoka mit seinen Maximal-Schuhen für Gesprächsstoff. Denn die Meinung zu den Hokas gehen weit auseinander. Für die Einen sind sie großartig, die Anderen finden sie furchtbar. Wenn man sich aber ansieht, in welche Richtung es vor allem bei den Ultra-Schuhen geht bei den anderen Herstellern, dann hat Hoka schon recht früh vieles richtig gemacht. Denn der Trend geht hier eindeutig zu mehr Dämpfung und davon bietet Hoka schon seit Jahren jede Menge. Ich konnte ja bereits den 1er und 2er testen, ich war also sehr gespannt, wie sich der 3er nun schlägt.

Der erste Eindruck

Der Speedgoat 3 ist ein richtiger Hoka One One, mit richtig viel Sohle unter dem Schuh. Auch wenn er sehr plump aussieht auf den ersten Blick, der erste Aha-Effekt kommt beim Anfassen des Schuhs. Denn er ist leichter, viel leichter als er aussieht. Der Speedgoat 3 bringt lediglich 292 Gramm auf die Waage. Damit spielt er bei den Ultra-Schuhen bei den Leichten mit. Wie gewohnt von Hoka setzt man auch bei der aktuellen Speedgoat Version auf einen Gummi von Vibram und auf eine normale Schnürung. Neu bei der 3er Version ist, dass die Zunge nun endlich seitlich befestigt ist, das war einer meiner Kritikpunkte beim Vorgänger. Trotz des geringen Gewichts wirkt auch der Aufbau das Schuhs recht komfortabel.

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Die Passform

Das bestätigt sich auch beim Anprobieren, der Speedgoat 3 ist super komfortabel und es fällt sofort die maximale Dämpfung auf.  Dank der nun fixierten Zunge umschließt der Schuh den Fuß sehr gut. Er wirkt noch etwas kompakter als der Vorgänger. Der erste Eindruck ist aber auch, dass die Zehenbox etwas enger geworden ist. Das Material ist luftig und passt sich gut an den Fuß an. Gut finde ich auch, dass der Knöchelbereich asymmetrisch gebaut ist, sprich am Außenknöchel ist er etwas tiefer geschnitten. Das macht auch Sinn, denn man steht bei den Hokas immer recht tief im Schuh.

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Die Sohle

Das Kernstück der Hokas ist die Zwischensohle. Die ist sehr üppig und weich. Das spürt man sofort beim Einsteigen. Wer das erste Mal einen Hoka anprobiert, wird hier etwas skeptisch sein, ob das funktionieren kann. Aber ich kann euch beruhigen, es funktioniert. Die Sprengung liegt bei 4mm und damit zeigt der Speedgoat 3 schon, dass das Wort Speed nicht zufällig in Namen steht. Bei der Außensohle hat man zum Vorgänger kaum etwas geändert. Weiterhin kommt die Vibram Megagrip-Mischung zum Einsatz mit mittelgroßen Stollen, die Grip bringen sollen.

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Auf der Strecke

Hier der zweite große Aha-Effekt. Hat man beim Gehen noch das Gefühl auf Marshmallows zu stehen, ändert sich das mit dem Laufen sofort. Es ist verblüffend, wie lauffreudig und dynamisch sich der Speedgoat 3 beim Laufen anfühlt. Er rollt super ab und treibt aber auch nach vorn. Hier kommt die speziellen Zwischensohle-Konstruktion zu tragen, die einfach top funktioniert. Auch wenn der Speedgoat 3 doch eher für lange Strecken ausgelegt ist, kann man ihn auch auf kurzen schnellen Trails laufen. Der Grip ist sehr gut und dank des Gewichts ist er auch ganz und gar nicht plump. Im Gegenteil, es macht so richtig Spaß auch schneller mit dem Schuh zu laufen. Durch die dicke Sohle rollt man über jeden Untergrund hinweg. Dadurch geht etwas das Gefühl für den Untergrund verloren, für mich ist das ok, vor allem wenn’s dann länger geht. Es entsteht eher der gegenteilige Effekt, man rollte wie ein Monstertruck über Wurzeln, Steine und Co. Der Grip der Virbam Megagrip ist bekannt, und hält auch auf nassem Stein und Wurzeln. Zumindest soweit, dass es immer berechenbar bleibt.

Fazit Hoka One One Speedgoat 3

Mit dem Speedgoat 3 hat Hoka erneut einen super Schuh gebaut. Man hat den Vorgänger leicht upgedatet und das fast nur zum Guten. Es ist einfach super mit dem Speedgoat 3 auf den Trails dahinzurollen. Er schluckt wirklich alles weg und das auch noch nach Stunden. Beim Grip gibt’s nichts auszusetzen und beim restlichen Komfort auch nicht. Dazu kommt noch, dass er wesentlich schneller ist als er aussieht. Der Speedgoat 3 ist eine richtige Trail-Spaßmaschine. Hier nun zu dem „fast“: Der Speedgoat 3 ist in der Zehenbox leider etwas schmaler geworden. Für mich fast schon zu schmal. Man sollte den Speedgoat 3 also auf jeden Fall vorher anprobieren, denn nach ein paar Stunden auf dem Trail kanns sonst zu einer bösen Überraschung kommen.

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Mehr Infos zum Hoka One One Speedgoat 3 findet ihr hier

Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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