Nike Air Zoom Wildhorse 5

Die Altmeister können auch Trail

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Lang ist es her, dass ich einen Nike Trailschuh testen durfte. Nun war es wieder so weit. Nike ist zwar einer der ganz großen Player im Laufgeschäft, auf dem Trail hält man sich aber dezent zurück. Nichtsdestotrotz gibt’s eine sehr cleane Schuhpalette mit lediglich drei Modellen. Eines davon ist der Wildhorse. Ein Schuh fürs Training und lange Läufe. Ich konnte bereits den Wildhorse 3 als GTX Version vor drei Jahren testen. Nun habe ich den aktuellen Air Zoom Wildhorse 5, wie er genau heißt, unter die Lupe genommen

Der erste Eindruck

Bei der Farbgebung des Wildhorse 5 gibt sich Nike mutig. Es gibt ihn in den Farbvarianten Weiß/Pink/Hellblau oder komplett in schwarz mit weißem Swoosh. Ich finde die erste Variante wirklich cool, da sie sich komplett abhebt vom Markt. Verarbeitet ist der Nike üblich sehr sauber und auf modernstem Stand. Man findet als keine Nähte mehr, es ist alles geklebt. Und auch die Konstruktion ist sockenartig. Nike setzt auf eine normale Schnürung mit zwei Bändern bei den oberen Löchern, die nochmal mehr Sitz in der Ferse bringen sollen. Bei der Außensohle setzt Nike auf seinen eigenen Gummi, die Sprengung liegt bei 8mm. Beim Gewicht liegt er bei knapp über 300 Gramm.

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Die Passform

Das Nike Schuhe bauen kann weiß man, dass sie auch eine sehr universelle Passform haben auch. Ich finde den Wildhorse 5 sehr bequem, man fühlt sich sofort wohl wenn man reinschlüpft. Die Zehenbox ist breit und der Stand ist gefühlt recht tief trotz der 8mm Sprengung. Ein Schuh in dem man sich stundenlang wohl fühlt. Die Zunge ist weich und die Polsterung an der Ferse ebenfalls. Die Schnürung lässt sich sehr präzise justieren und der Sitz in der Ferse ist sehr gut.

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Die Sohle

In der Zwischensohle kommt natürlich die Nike Air-Dämpfung zum Einsatz. Hier hat sich über die Jahrzehnte wirklich viel getan. Sie ist sehr komfortabel, aber nicht übertrieben weich. Trotzdem lässt sie den Untergrund etwas weniger spüren. Die Standfläche ist breit und im Vorfußbereich sogar sehr breit, damit hat man ein sicheres Gefühl auf dem Trail. Bei der Außensohle vertraut Nike auf eine eigene Gummimischung, die wirklich gut funktioniert. Das Profil ist sehr universell einsetzbar, aber tendenziell auf Distanz ausgelegt. Der Gripp ist sowohl auf weichem Waldboden wie auch auf Schotter gut. Sogar auf Felsen gibt’s nichts auszusetzen. Selbst bei Nässe ist der Wildhorse 5 sehr gut kontrollierbar.

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Auf der Strecke

Alles in allem verspricht der Wildhorse 5 viel Spaß und dieses Versprechen hält er auch. Wie von Nike gewohnt ist er sehr lauffreudig und agil. Dank der guten Passform gibt kein Rutschen im Schuh, was ihn auch auf technischen Trails sehr gut macht. Es ist fast egal, ob man auf einer Schotterpiste dahinrollt oder auf einem Wald Trail etwas schneller unterwegs ist. Der Wildhorse 5 spielt immer gut mit. Man fühlt sich immer Sicher im Wildhorse 5 und selbst Asphaltabschnitte steckt er locker weg. Vor allem auf längeren Distanzen spielt er aber richtig sein Können aus. Man hat das Gefühl, mit dem Wildhorse 5 ewig laufen zu können. Er drückt nicht, er scheuert nirgends, er schützt und dämpft ist aber trotzdem nicht dumpf oder „tot“. Er gibt Feedback, in abgeschwächter Form, aber er gibt es.

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Fazit Nike Air Zoom Wildhorse 5

Ich war schon vom Vor-Vorgänger wirklich begeistert und auch der Wildhorse 5 kann mich überzeugen. Nike kann nicht nur Straße, das zeigen die Amis immer wieder. Der Wildhorse 5 ist ein super Allrounder und eignet sich sowohl für die kurze Hausrunde als auch für einen Ultra. Hier bietet er vor allem viel Komfort und Schutz. Durch seine breite Bauweise fühlt man sich sehr sicher. Die Lauffreude kommt aber nie zu kurz, er rollt locker ab und gibt einem immer ein gutes Gefühl. Aus meiner Sicht hat Nike beim Wildhorse 5 wieder alles richtig gemacht und liefert einen Top-Schuh ab. Umso mehr verwundert es mich, dass sich der Konzern im Gegensatz zu Adidas im Trailrunning ziemlich zurückhält.

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da ist alles gesagt

Mehr Infos zum Nike Air Zoom Wildhorse 5 findet ihr hier

Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

2 Kommentare

  1. Danke für den aufschlussreichen Testbericht!
    Eine Frage hätte ich noch. Der Schuh hat meines Wissen vorne eine Schutzplatte verbaut. Spürt man diese beim Laufen bzw. macht sie den Vorfußbereich hart?

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