Ein Leben ohne Schoko – ist das möglich?

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Diese Frage stelle ich mir schon lange und in der Fastenzeit habe ich es wieder einmal versucht. Ich habe in der Fastenzeit auf Süßes verzichtet. Also auf Schoko, Kekse, Kuchen, Eis und Co. Also nicht komplett auf Zucker, wie ich es auch schon mal gemacht habe. Sondern viel mehr nur auf den „Extrazucker“ in Form von Süßigkeiten. Irgendetwas mache ich ja jedes Jahr in der Fastenzeit, aber dieser Versuch hat mich dieses Mal noch mehr überrascht, da ich dank des Whoop-Bandes noch mehr Einblick in meinen Körper habe und die Auswirkungen gesehen habe. Und ich war überrascht und schockiert zu gleich.

Was für ein Effekt

Die Fastenzeit hat am 2. März begonnen, da habe ich dann noch die Lagerbestände an Süßigkeiten vernichtet. Ich habe dann ein paar Tage zufällig auf die Übersicht in der Whoop App geschaut und war echt sprachlos. Der Ruhepuls war plötzlich über 10 Schläge tiefer und der HRV (Herzfrequenz- Variabilität) war plötzlich höher. Beides sehr positive Entwicklungen. Doch woher das kam, wurde beim Betrachten der Daten sofort klar. Am 3. März gabs beim Ruhepuls noch einen Ausschlag nach oben, dann gings runter, beim HRV am 3. März genau der gegenteilige Effekt. Kann das sein, dass sich das Süßigkeitenfasten so auswirkt? Offenbar ja. Scheinbar versetzt der Extrazucker meinen Körper in Stress und pusht den Puls nach oben.

Hier die Veränderung beim Ruhepuls

Aber nicht nur hier war ein Effekt zu spüren, auch beim Schlaf und der Erholung. Plötzlich war der Schlaf ruhiger, die Erholung kürzer und ich war den ganzen tag über leistungsfähiger. Erfahrungen, die ich schon früher bei solchen Verzichtswochen gemacht habe, nun hatte ich sie aber dank Whoop schwarz auf weiß und nicht nur irgendwie „gefühlt geht’s mir besser“.  Und weil wir gerade bei schwarz auf weiß sind, die Waage hatte auch noch ein Wörtchen mitzureden. Ich habe in den 5 Wochen gut 8 Kilo abgenommen. Und glaubt mir, ich habe mich sonst beim Essen nicht zurückgehalten.

Die Veränderung beim HRV

Wie geht’s weiter?

Ja, jetzt ist Ostern rum und mir stellt sich die Frage, wie es weiter gehen soll. Die Werte aus der Fastenzeit sprechen klare Worte und sie sagen: Lass die Süßigkeiten weg. Aber ein Leben ganz ohne Schokolade oder Kuchen, macht das Sinn?? Eine Kollegin von mir würde klar sagen: NEIN und ein Freund hat mir auch gesagt: „Bei Schokolade muss man realistisch bleiben“. Ich befürchte, sie haben recht, auch wenn die Daten klar gegen sie sprechen. Ich bin also nun auf der Suche nach der richtigen Strategie. Nicht völliger Verzicht, aber zumindest das eine oder andere Mal in der Woche eine süße Belohnung. Also maximal zweimal die Woche und dann nicht die 500g Schoko-Bons Maxi-Packung, sondern eine Kugel Eis oder 1-2 Pralinen. Ich bin schon gespannt, ob ich das schaffe oder ob bei mir das „Suchtverhalten“ zu groß ist und ich nur mit völligem Verzicht umgehen kann.

Wie geht’s euch mit Süßem? Könnt ihr da auch nicht widerstehen oder wie habt ihr das Problem in den Griff bekommen? Mich würden eure Erfahrungen interessieren.

Und hier noch das Gewicht

6 Kommentare

  1. Du könntest ja versuchen zb nach 13 Uhr nix Süßes mehr zu essen. Dann versetzt du den Körper in der 2. Tageshälfte nicht in Stress…
    Mir geht es nur mit dem Kaffee so 😄

    • Das würde mein Problem definitiv lösen, denn vor 13 Uhr esse ich fast nie was Süßes 🙂 Das Problem taucht bei mir meist erst am Abend auf. Da bekomme ich dann immer Heißhunger auf süßes Zeug.

  2. Tja, es gibt Tage, Wochen da verzichte ich ohne Probleme, und dann brauch ich wieder Schokolade, es hilft auch kein Ersatz mit Obst oder so, also gönn ich mir ab und zu Schokolade und geniesse sie.

  3. Danke für den Insight, auch in die sensiblen Daten. Natürlich bemerkt man den allgemeinen Zustand der sich verbessert wenn man bewusster “künstlichen” Zucker weglässt. Ich glaube aber (wie viele hier in den Kommentaren) können den Zucker und sollte mMn ihn auch nicht komplett weglassen. Manchmal braucht man ihn einfach.

    • Ja das denk ich auch, ganz weglassen ist nicht zielführend. Aber so wenig wie möglich künstlicher Zucker wäre schon gut. Ich arbeite gerade daran, wie ich das “ab und zu was Süßes” umsetzen kann.

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