Dynafit Enduro 12 / 2018

Ein sehr treuer Begleiter –

Was haben wir nicht schon alles gemeinsam erlebt. Vom Zugspitz Supertrail bis hin zum 107km KAT-Walk. Den Enduro 12 Rucksack von Dynafit gibt es nun schon im vierten Jahr. Zudem ist der Test des ersten Enduro 12 der meist gelesen Test auf meinem Blog. Auch wenn der Rucksack schon einige Jahre am Buckel hat, ist er noch immer aktuell. Vor allem deshalb, weil Dynafit ihn immer wieder ganz sanft upgedatet hat. Kein neues Model, sondern immer wieder sinnvoll verbessert. Nun wurde es deshalb an der Zeit die aktuelle Version unter die Lupe zu nehmen. Denn ein paar Wünsche hatte ich damals an Dynafit schon.

Die Optik

Grundsätzlich hat sich nicht viel verändert am Enduro 12, moderner und frischer sieht er jetzt allerdings aus. Mit dem Farbverlauf wirkt er deutlich wertiger als noch die erste Version. Das Grundkonzept ist das selbe. Mit einem großen Hauptfach, einem zweiten Fach am Rücken, den zwei Flask-Halterungen vorne, den beiden seitlichen Taschen, einer Handytasche auf dem linken Schulterriemen und den zwei zusätzlichen Flaschenhaltern am unteren Rücken. Verändert hat sich allerdings die Fixierung vorne. Inzwischen sind es zwei Gummizüge, die quer über die Brust gespannt werden, und sich sehr fein einstellen lassen.

Der Stock wird in den Köcher geschoben und fixiert.

Eine Neuheit des 2018-Models war ein großer Wunsch von mir seit Jahren. Der Enduro verfügt nun auch über eine Stockhalterung, bei der man auch unterm Laufen die Stöcke wegpacken oder auspacken kann. Bisher konnten die Stöcke nur am Rücken befestigt werden. Die Halterung ist nun auf der rechten Seite angebracht und lässt sich ein und ausklappen. Die Träger sind nach wie vor sehr atmungsaktiv gestaltet.

Im Gelände

Inzwischen gibt es den Enduro 12 auch in zwei Größen, für Damen und kleine Herren sowie für Herren. Damit passt der Rucksack nun noch mehr Läufern. Mir hat die Passform schon immer zugesagt. Er ist sehr westenähnlich, schmiegt sich dem Körper an. Auch wenn der Rucksack wenig gefüllt oder sehr gut gefüllt ist, ändert sich die Passform kaum, er sitzt da wo er sein soll. Gleich geblieben ist das große Rückenfach, welches von oben befüllt wird. Hier muss man beim Packen etwas strukturiert arbeiten. Die kleine Tasche hinten eignete sich für kleine Dinge, die man nicht dauernd braucht. Neu zur ersten Version ist auch eine wasserdichte Innentasche, für Schlüssel, Geld usw. Die beiden Seiten Taschen finde ich extrem praktisch, denn sie bieten unglaublich viel Platz für Gels, Kamera und Riegel.

Auch die Halterung für die Flasks vorne wurde verbessert, nun finden dort die meisten Flasks unterschiedlicher Hersteller Platz. Dennoch hätte ich sie gerne 2 cm länger. Mit der Handytasche habe ich hingegen nach wie vor meine Probleme. Wenn das Hany nicht 100% genau rein passt, hüpft die Tasche etwas, was mich nervt. Ich habe sie auch bei der aktuellen Version einfach wieder angenäht an den Ecken, dann ist das Problem gelöst.

Die Stockhalterung funktioniert ganz einfach. Eigentlich ist sie eine Art „Falt-Köcher“ in die man die Stöcke gleiten lässt. Fixiert werden sie dann mit einem Gummizug. Das funktioniert eigentlich ganz gut. Aber, jetzt kommts: Nach dem nun schon die Brustgurte einem solchen Gummiband gewichen sind und nun auch noch die Stöcke mit sowas fixiert werden und durch diese auch das Gewicht an der Seite mehr wird, bewegt sich mir der Rucksack zu viel. Denn die Gummizüge machen was sie sollen, sie dehnen sich und ziehen sic wiederzusammen. Ich hätte lieber wieder die alten Brustgurte.

Fazit

Auf den Dynafit Enduro 12 kann man sich einfach verlassen. Er ist nach wie vor ein treuer Begleiter der über die Jahre nochmal besser geworden ist. Die Passform ist sehr gut, mit 12l Packmaß hat man wirklich alles Platz, was man braucht. Er funktioniert aber auch halbvoll genau so gut, denn man läuft ja nicht jeden Tag einen Ultra. Abzüge gibt es für die neuen Brustgurte in Verbindung mit der neuen Stockhalterung. Das könnte man besser lösen, bin ich der Meinung. Die Idee der Stockhalterung in dem Bereich und auf diese Art ist allerdings gut. Lediglich die Gummizüge untergraben hier die gute Idee. Das schmälert das Testergebnis aber nur kaum, denn der Rucksack funktioniert ansonsten super. Wenn man dann noch den Preis mit einbezieht, ist der Enduro 12 nach wie vor einer der interessantesten Laufrucksäcke am Markt.

Mehr Infos zum Dynafit Enduro 12 gibt es hier

Das Produkt wurde vom Hersteller zu Testzwecken zur Verfügung gestellt.

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