Laufwesten gibt es inzwischen wie Sand am Meer, die großen Unterschiede findet man oft erst im Detail. Genau hier setzt die Osprey Duro Pro 10 an. Neue Ideen bei den Softflasks, viele gut erreichbare Taschen und ein durchdachtes Tragesystem machen neugierig. Ich habe mir angeschaut, wie sich die Weste auf dem Trail schlägt und ob die 10-Liter-Volumen in der Praxis wirklich 10 Liter Platz haben.
Erster Eindruck
Der Osprey Duro Pro 10 setzt auf ein ultraleichtes Materialkonzept. Das Hauptmaterial besteht aus recyceltem 75D-Polyester mit einem Anteil an Elastan, ergänzt durch großflächige, atmungsaktive Mesh-Einsätze. Dadurch wirkt die Laufweste trotz ihres 10-Liter-Volumens erstaunlich luftig und anschmiegsam. Mit rund 210 Gramm Gewicht ist sie auch angenehm leicht. Die verwendeten Materialien sind bluesign-zertifiziert und wasserabweisend ausgerüstet. Funktional zeigt sich die Laufweste klar mit Fokus auf Funktion ausgelegt.
Das elastische Tragesystem sitzt körpernah und soll auch bei voller Beladung ein Wippen verhindern. Die Brustgurte lassen sich leicht und schnell anpassen. Zwei mitgelieferte 500-ml-Softflasks sitzen griffbereit an der Front, während insgesamt zehn Stretch- und Reißverschlusstaschen schnellen Zugriff auf Verpflegung, Pflichtausrüstung oder eine leichte Jacke ermöglichen. Besonders praktisch ist der abnehmbare Köcher für Trailrunning-Stöcke, der vertikal oder leicht schräg montiert werden kann. Ergänzt wird das Konzept durch mehrere Stocktragesysteme, eine große Durchgriffstasche im Rückenbereich und ein cleveres Taschenlayout. Am Rücken ist ein langes Fach und ein kürzeres und dazu noch eine Zip-Tasche. Hier kann man etwa den Schlüssel sicher aufbewahren.

Fazit Osprey Duro Pro 10
Mit der Duro Pro 10 hat Osprey eine wirklich sehr interessante Laufweste neu im Programm. Was die Grundkonstruktion betrifft, gibt es inzwischen zwar keine großen Unterschiede mehr, aber nun zählen die Details und hier haben sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht. So sind die Taschen im Frontbereich sehr praktisch angelegt und haben sehr viel Platz. Auf beiden Seiten gibt’s auch ein Zip-Fach, etwa für das Handy.
Die Flasks sind sehr hoch positioniert, das muss man mögen. Zu Beginn hat es mich ein wenig gestört, aber nach mehrfacher Benutzung fand ich es praktisch, denn die Flasks sind damit sehr nahe am Mund. Apropos Flask, hier gibt’s eine besonders spannende Neuheit. Die Flask haben eine integrierte Plastikspanne, welche sie streckt. Dadurch fallen sie nicht zusammen, wenn sie leer werden, und man kann sie leichter austrinken, ohne sie immer „ausdrücken“ zu müssen. Auch kann man sie mit dem Spanner etwas nach vorn ziehen, das erleichtert das Trinken nochmals.
Gut gelöst ist auch das untere, quere Rückenfach. Eine Jacke lässt sich hier sicher verstauen. Der Quiver ist ebenfalls sehr praktisch umgesetzt, man kann die Stöcke wirklich mit einer Hand problemlos fixieren. Gut gefällt mir auch die oberste Zip-Tasche am Rücken, hier kann man Geld, Schlüssel und Co. verstauen. Sie macht aber das obere Rückenfach deutlich kleiner. Das wäre auch meine kleine Kritik an der Laufweste: Es gibt Zehn-Liter-Westen, die mehr Platz haben. Ich würde sie eher in die Klasse 5–6 Liter einstufen. Denn das lange Rückenfach ist für mich nicht geeignet, um noch zusätzliche Ausrüstung unterzubringen. Ich sehe das nur als Option für eine Trinkblase. Und auch der Rückenteil könnte etwas luftiger sein.
„Die Osprey Duro Pro 10 bietet viele clevere Details und eine gelungene Organisation, wirkt beim nutzbaren Stauraum jedoch kleiner, als die 10-Liter-Angabe vermuten lässt.“
Mehr Infos zum Osprey Duro Pro 10 findet ihr hier







Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Damit ist aber keinerlei Einfluss auf das Ergebnis des Tests verbunden.


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