Der Peregrine ist einer der ganz großen Klassiker im Trailrunning. In der Non-Gore-Version gibt es ihn schon in der 16. Auflage. In der wasserdichten Variante ist er noch als Peregrine 15 GTX zu bekommen. Das Modell ist der Allrounder im Saucony-Sortiment für den täglichen Einsatz auf den Trails. Die GTX-Version ist vor allem im Herbst und Winter interessant, sie hält nicht nur Wasser, sondern auch Wind ab. Ob der Peregrine 15 GTX seinen Vorfahren alle Ehre macht, musste er im Praxistest beweisen.
Der erste Eindruck
Der Peregrine 15 GTX wirkt wie alle seine Vorgänger unter den Saucony-Geschwistern fast ein bissl unscheinbar und schüchtern. Saucony ist in den vergangenen Jahren ziemlich Richtung maximale Dämpfung gegangen, kein Wunder, ist doch der PWRRUN-Schaum einer der besten am Markt. Maximal ist der Peregrine 15 GTX noch immer nicht, aber er ist im Gegensatz zu den Vorgängern ein wenig weicher geworden. Er bleibt aber ein klassischer Trailschuh. Die Goretex-Membran ist sehr sauber verarbeitet und in der neuen Generation, GORE-TEX Invisible Fit, trägt sie kaum mehr auf und verändert den Schuh fast nicht mehr. Geschnürt wird mit normalen Schuhbändern. Das Gewicht liegt bei 310 Gramm (Größe UK 8,5), das ist für einen GTX-Schuh recht wenig, wie ich finde. Bei der Sprengung bleibt Saucony bei den für den Peregrine typischen 4 mm.

Die Passform
Die Passform des Saucony-Modells zeigt sich erneut stimmig: Der Schuh sitzt ausgewogen am Fuß, weder auffallend schmal noch breit, und vermittelt dadurch ein direkt angenehmes Tragegefühl. Mir passen die Saucony-Schuhe schon seit Jahren hervorragend. Auch die GTX-Variante des Peregrine 15 verändert diesen Charakter nicht. Die Kombination aus konventioneller Schnürung und zwei zusätzlichen Schlaufen zur Stabilisierung des Mittelfußes sorgt für sicheren Halt, ohne einzuengen. Die Zunge ist ausreichend gepolstert und verteilt den Druck der Schnürung gut. Auch die Polsterung wirkt funktional abgestimmt. Sie ist weich genug für Komfort, aber nicht übermäßig ausgeprägt.

Die Sohle
Der Peregrine 15 GTX ist kein Maximalschuh, dennoch ist die Zwischensohle des Schuhs sein Herzstück. Zum Einsatz kommt hier der PWRRUN-Schaum, der besonders dynamisch und reaktiv ist. Beim Peregrine 15 GTX kommt eine neue Version der Dämpfung zum Einsatz. Sie ist etwas weicher als bei den Vorgängern, arbeitet aber ebenfalls wieder schön ausgewogen und dezent. Es kommt sofort Lauffreude auf, aber der Schuh peitscht einen nicht voran. Damit lässt sich der Peregrine 15 GTX in jedem Tempo gut laufen. Die Außensohle hat ein grobes Profil, mit breiten und tiefen Stollen. Beim Gummi setzt Saucony auf eine überarbeitete Version des PWRTRAC-Gummi und es ist auch ein Steinschutz in die Sohle eingebaut. Der Gummi ist zwar besser als der Vorgänger, hat aber Luft nach oben.

Persönlicher Eindruck
Der Saucony Peregrine 15 GTX zeigt sich von den ersten Metern weg als lauffreudiger Begleiter auf winterlichen oder auch nassen Trails. Die Dämpfung ist ausgewogen und lässt einen angenehm dahinrollen. Doch das muss nicht langsam sein, man kann den Schuh auch schnell laufen. Da zeigt dann die Zwischensohle ihre Stärke. Sie ist angenehm dynamisch, aber nie unangenehm. Dass sie etwas weicher geworden ist, hat dem Schuh noch ein wenig mehr Komfort gegeben. Trotzdem ist der Schuh auf technischen Trails kontrollierbar und selbst zwischen Wurzeln und Steinen fühlt sich der Peregrine wohl. Er gibt ausreichend Sicherheit und ein gutes Gefühl für den Untergrund. Auch wenn ein Steinschutz verbaut ist, kann man den Untergrund noch spüren. Abzüge gibt’s leider schon länger für den verwendeten Gummi: Der PWRTRAC-Gummi ist in der neuen Version zwar besser geworden, aber noch immer nicht perfekt. Vor allem bei Nässe auf Steinen und Wurzeln fehlt ihm etwas der Grip. Auf hartem Untergrund und auch wenn’s weich wird, dann schlägt er sich hingegen gut. Sehr positiv ist die Entwicklung bei GORE-TEX, dank des Invisible Fit spürt man die Membran wirklich kaum mehr und der Schuh verändert seine Eigenschaften nicht.
Pro&Contra
Pro: Gute Passform, lauffreudig, GTX arbeitet unauffällig, ausgewogene Dämpfung
Contra: Schwacher Grip auf nassen Wurzeln und Steinen

Fazit Saucony Peregrine 15 GTX
Keine Frage, der Saucony Peregrine ist ein Klassiker und bleibt das auch in der 15. Auflage. Vor allem für alle, die nicht so auf maximale Dämpfung stehen, ist der Peregrine eine gute Option. Er ist ein klassischer Trailschuh für jedes Tempo und nahezu jeden Untergrund. Er lässt den Läufer den Untergrund noch leicht spüren und hat mit 28-mm-Ferse einen nicht zu hohen Stand. Besonders gefällt mir beim Peregrine 15 GTX der Einsatz des Goretex Invisible Fit. Im Sommer würde ich nie einen Goretex-Schuh laufen, aber im Winter und wenn’s kalt regnet, habe ich schon gerne trockene Füße. Früher hat die GTX-Membran den Charakter des Schuhs komplett geändert, das ist nun Geschichte und das ist gut so. Abstriche gibt es lediglich für die Außensohle, die bei Nässe auf Wurzeln und Steinen zu wenig hat.
„Der Saucony Peregrine 15 GTX ist ein super Allrounder für kältere oder nasse Tage auf den Trails.“
Herstellerdetails






Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Damit ist aber keinerlei Einfluss auf das Ergebnis des Tests verbunden.


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