Es gibt Ausrüstung, die man am liebsten gar nicht braucht. Eine ultraleichte Regenjacke gehört genau in diese Kategorie. Doch eine solche gehört in die Pflichtausrüstung und sollte immer mit dabei sein, wenn es nicht zu 100 % trocken bleibt. Die Montane Minimus Nano Pull On soll im Rucksack praktisch nicht auffallen und erst dann zeigen, was sie kann, wenn Wind und Regen am Berg plötzlich das Kommando übernehmen. Wie schlägt sie sich im Test?
Erster Eindruck
Mit der Minimus-Serie bietet Montane leichte Wetterschutzjacken für unterschiedliche Einsatzzwecke – von vielseitigen Hardshells bis hin zu kompromisslosen Leichtgewichten. Die Montane Minimus Nano Pull On ist das minimalistischste Modell der Reihe und richtet sich an Trailrunner sowie Bergsportler, bei denen jedes Gramm zählt. Die Jacke besteht aus einem wasserdichten und atmungsaktiven 2,5-Lagen-Pertex-Shield-Laminat mit vollständig getapten Nähten. Ein halblanger Frontreißverschluss reduziert das Gewicht, während die vorgeformte Kapuze mit elastischem Abschluss auch ohne aufwendige Verstellung sicher sitzt. Elastische Bündchen und Saum verbessern den Sitz zusätzlich, reflektierende Details erhöhen die Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen. Auf Taschen, Belüftungsöffnungen und weitere Extras verzichtet Montane bewusst. Dadurch lässt sich die Minimus Nano winzig verstauen und sie eignet sich vor allem als leichte Notfalljacke für Rennen, schnelle Bergtouren oder lange Trailruns.

Fazit Montane Minimus Nano Pull On
Bei der Montane Minimus Nano Pull On ist der Name Programm. Sie ist wirklich extrem minimalistisch. Trotz extrem niedrigen Gewichts und winzigem Packmaß ist sie angenehm zu tragen und hält Regen und Wind draußen. Dank des sportlichen Schnitts trägt sich auch unter einer Laufweste angenehm und kaum auf. Ebenfalls positiv zu erwähnen sind die gute Atmungsaktivität sowie das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu anderen ultraleichten Regenjacken. Dass es bei so einer minimalistischen Jacke auch Abstriche gibt, ist klar. Taschen, Belüftungsöffnungen und Verstellmöglichkeiten fehlen, die dünnen Materialien sind naturgemäß weniger robust als bei klassischen Hardshells und eignen sich eher für schnelle Einsätze als für stundenlange Läufe im rauen Gelände. Trotzdem ist sie eine kompromisslos leichte Jacke zu einem super Preis.
„Die Montane Minimus Nano Pull On ist eine kompromisslos leichte Notfall-Regenjacke mit kleinem Packmaß, gutem Wetterschutz und geringem Preis.“
Mehr Infos zum Montane Minimus Nano Pull On findet ihr hier







Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Damit ist aber keinerlei Einfluss auf das Ergebnis des Tests verbunden.


Moin,
Danke für den Testbericht! Wie würdest du die Passform einschätzen? Passt die Größentabelle oder würdest du eine Größe hochgehen, insbesondere wenn noch ein dünnes Fleece drunter passen soll.
Viele Grüße,
Jan
Hallo Jan,
danke für dein Interesse und das Feedback. Sie ist eher sportlich geschnitten, würde sie also eher eine Nummer größer nehmen.
Schöne Grüße, Harald
Interessanter Test! Mich würde vor allem interessieren, ob sich die Gewichtseinsparung im Rucksack wirklich bemerkbar macht, oder ist das eher Kopfsache? Außerdem: Wie steht es um die Strapazierfähigkeit bei häufiger Nutzung? Ultraleichte Ausrüstung ist toll, aber nur wenn das Material auch haltbar ist. Wie sind deine Langzeiterfahrungen?
Hallo Thomas. Eine sehr gute Frage, die ich nur subjektiv beantworten kann. Ich glaube nicht, dass man mit einer leichten Jacke schneller am Berg ist. Es fühlt sich aber einfach angenehm an, wenn sie leicht ist und man braucht viel weniger Platz in der Laufweste oder hat sie sogar im Bund der Laufhose Platz. Das ist schon ein Vorteil, wie ich finde. Was die Haltbarkeit betrifft, sind natürlich dickere Jacken robuster. Aber meine Erfahrung zeigt, dass, wenn man nicht gerade oft Felskontakt hat oder dauernd durch das Unterholz muss, die leichten, dünnen Jacken überraschend lang halten.
Gruß Harald