Suunto verbinden wohl viele seit Jahren vor allem mit Sportuhren und Outdoor-Navigation. Zwar hatte der finnische Hersteller bereits Knochenschall-Kopfhörer im Programm, mit den Spark schlägt er nun aber einen anderen Weg ein und setzt erstmals auf ein offenes Air-Conduction-Konzept. Ich war neugierig, ob dieser Schritt gelingt und wie sich die Kopfhörer im sportlichen Alltag schlagen.
Erster Eindruck
Auf den ersten Blick wird klar, dass die Suunto Spark einen anderen Ansatz verfolgen als die bisherigen Bone-Conduction-Kopfhörer des Herstellers. Statt den Schall über den Wangenknochen zu übertragen, sitzen die Lautsprecher vor dem Ohr und arbeiten nach dem offenen Air-Conduction-Prinzip. Das Kunststoffgehäuse ist sauber verarbeitet, der flexible Bügel verbindet beide Hörer stabil miteinander und dürfte auch häufiges Auf- und Absetzen problemlos verkraften. Gesteuert werden die Kopfhörer über Touchflächen, ergänzt durch Kopfgesten. Mit rund 35 Gramm fallen sie angenehm leicht aus, die Akkulaufzeit gibt Suunto mit bis zu acht Stunden an, über das Ladecase sind insgesamt bis zu 30 Stunden möglich. Die Spark sind in Schwarz, Weiß und Rot erhältlich.

Praxiseindruck
Im Alltag überzeugen mich die Spark vor allem durch ihren sicheren Sitz. Selbst bei schnelleren Läufen oder auf technischeren Trails bleiben sie zuverlässig an Ort und Stelle. Gleichzeitig bleiben Umgebungsgeräusche gut hörbar. Straßenverkehr hat man auf dem Trail ja selten, dennoch ist es sehr angenehm, noch das Laufgeräusch und die Umgebung zu hören. Klanglich liefern sie für Open-Ear-Kopfhörer einen überraschend ausgewogenen Sound mit ordentlichen Bässen, auch wenn sie klassische In-Ears naturgemäß nicht erreichen. Weniger überzeugt haben mich die Touchsteuerung, die gelegentlich etwas empfindlich reagiert, und die Kopfgesten, die nicht immer zuverlässig erkannt werden.

Fazit Suunto Spark Headphones
Nach mehreren Laufeinheiten haben die Suunto Spark bei mir einen insgesamt positiven. Der sichere Sitz, das offene Tragekonzept und der für diese Bauweise überraschend gute Klang machen sie zu einem gelungenen Begleiter für Lauf- und Radeinheiten. Auch die Akkulaufzeit mit in der Praxis 7 bis 8 Stunden ist wirklich gut. Weniger überzeugt haben mich die teilweise etwas empfindliche Touchsteuerung und die nicht immer zuverlässig funktionierenden Kopfgesten. Wer seine Umgebung beim Sport bewusst wahrnehmen möchte, bekommt hier eine interessante Alternative zu klassischen In-Ears. Wer dagegen Wert auf maximale Klangqualität oder eine wirksame Abschirmung von Außengeräuschen legt, wird mit herkömmlichen In-Ear-Kopfhörern eher glücklich.
„Die Suunto Spark überzeugen mit kleinen Abstrichen und zeigen, dass ein guter Sportkopfhörer nicht zwangsläufig ein In-Ear sein muss.“
Mehr Infos zu den Suunto Spark Headphones findet ihr hier


Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Damit ist aber keinerlei Einfluss auf das Ergebnis des Tests verbunden.


Hinterlasse jetzt einen Kommentar