Hoka Mach 7

Hoka, Mach 7, Test, review

Mit dem Mach hat Hoka seit Jahren einen festen Platz im Segment der leichten Trainingsschuhe. Zwischen klassischen Daily Trainern und stärker gedämpften Modellen wie dem Clifton positioniert sich die Serie als vielseitige Trainingsoption. Der Hoka Mach 7 setzt dieses Konzept fort und konzentriert sich auf gezielte Detailänderungen statt einer kompletten Neuentwicklung. Ich habe mir angeschaut, wie er in der Praxis funktioniert.

Der erste Eindruck

Innerhalb der Straßenkollektion übernimmt der Hoka Mach 7 die Rolle eines leichten Trainingsschuhs für vielseitige Laufeinheiten. Er positioniert sich zwischen komfortorientierten Modellen wie dem Clifton und den Carbonschuhen der Cielo-Serie und verzichtet aber auf eine Platte. Mit einem Gewicht von 243 Gramm (Herren UK 9) und einer Sprengung von 5 Millimetern bleibt der Schuh seiner sportlichen Ausrichtung treu. Zum Einsatz kommt eine klassische Schnürung, die zusammen mit der überarbeiteten Schaftkonstruktion eine individuelle Anpassung ermöglicht. Die größte Änderung gegenüber dem Vorgänger betrifft nicht die Mittelsohle, sondern das Obermaterial und die Außensohle. Das neue Engineered Jacquard Mesh wurde hinsichtlich Struktur und Belüftung überarbeitet. Gleichzeitig vergrößern zusätzliche Gummisegmente im Vorfuß die Kontaktfläche und schützen die Zwischensohle besser vor Abrieb.

Hoka, Mach 7, Test, review

Die Passform

Der Hoka Mach 7 basiert auf einem moderat geschnittenen Leisten mit normalem Vorfuß und mittelbreiter Ferse. Eine optionale Wide-Version gibt es nicht. Das neue Engineered Jacquard Mesh kombiniert unterschiedlich dichte Materialbereiche, um Stabilität und Belüftung ohne zusätzliche Verstärkungen zu verbinden. Die leicht gepolsterte Zunge ist über elastische Flügel mit der Mittelsohle verbunden und soll ein Verrutschen verhindern. Die anatomisch geformte Fersenkappe besitzt eine mittlere Versteifung und dient der Führung des Rückfußes. Ich würde ihn als angenehm und komfortabel bezeichnen, aber immer noch mit sportlichem Ansatz. Er ist leicht kleiner geschnitten, ich würde eine halbe Nummer größer empfehlen.

Hoka, Mach 7, Test, review

Die Sohle

Die Zwischensohle des Hoka Mach 7 besteht weiterhin aus superkritisch expandiertem EVA. Durch das spezielle Herstellungsverfahren entsteht eine feinere Zellstruktur, die Gewicht spart und den Rebound des Schaums verbessert. Auf eine Carbon- oder Nylonplatte verzichtet Hoka bei dem Modell bewusst. Stattdessen übernimmt die MetaRocker-Geometrie die Bewegungsführung und unterstützt einen gleichmäßigen Übergang von der Ferse in den Vorfuß. Die Sohlenhöhe beträgt 37 Millimeter an der Ferse und 32 Millimeter im Vorfuß. Die Außensohle wurde überarbeitet. Größere Gummiflächen im Vorfuß erhöhen die Kontaktfläche und schützen den freiliegenden Schaum besser vor Abrieb. Das flache Profil bleibt für asphaltierte und befestigte Untergründe ausgelegt und wird durch Flexkerben im Vorfuß ergänzt.

Hoka, Mach 7, Test, review

Persönlicher Eindruck

Der Hoka Mach 7 wirkt auf den ersten Blick leicht und schnell – das ist er dann auch auf der Straße. Ich war wirklich überrascht, wie sportlich er sich anfühlt. Auch ohne Carbonplatte hat er einen sehr angenehmen Vortrieb und lädt zum Schnellerlaufen ein. Seine superkritische EVA-Mittelsohle bietet ein straffes, direktes Laufgefühl mit guter Energierückgabe, ohne dabei so weich zu sein wie moderne PEBA- oder TPU-Schuhe. Das macht ihn sehr vielseitig und wirklich jeden Tag nutzbar, denn egal ob bei lockerem Grundlagentempo oder bei schnellen Intervallen: Der Mach 7 zeigt sich lauffreudig und passt zu jedem Tempo. Mich begeistert besonders die Verspieltheit. Auch wenn die maximalen Hoka Modelle immer ein sehr angenehmes Laufgefühl vermitteln, sind sie halt doch immer viel Schuh an den Beinen. Bei dem Modell ist das anders, trotzdem bleibt dieses Hoka-typische Meta-Rocker-Feeling, welches den Schuh angenehm abrollen lässt. Und trotz weniger Schaum ist der Schuh ausreichend gut gedämpft, vermittelt aber einfach mehr Gefühl für den Untergrund als Maximalschuhe. Besonders bei lockeren Dauerläufen, Tempoläufen und Intervallen überzeugt die Kombination aus geringem Gewicht und flüssigem Rocker. Auch das neue Mesh-Material ist positiv zu erwähnen: Es ist luftig und trotzdem straff genug, um ausreichend Halt zu generieren.

Pro&Contra

Pro: leicht, vielseitig, direktes Gefühl, lauffreudig
Contra: eher schmal geschnitten

Hoka, Mach 7, Test, review

Fazit Hoka Mach 7

Der Hoka Mach 7 zählt für mich zu den gelungensten Trainingsschuhen im aktuellen Hoka-Programm. Er verbindet ein geringes Gewicht mit einem direkten, dynamischen Laufgefühl und zeigt, dass es nicht zwingend eine Carbonplatte oder besonders weiche Schäume braucht, um einen schnellen Eindruck zu vermitteln. Besonders gefällt mir seine Vielseitigkeit. Der Schuh lädt dazu ein, das Tempo zu variieren und funktioniert für lockere Dauerläufe ebenso wie für zügige Einheiten oder Intervalle. Im Vergleich zu den maximal gedämpften Hoka-Modellen wirkt er deutlich dynamischer, behält aber das typische Meta-Rocker-Gefühl mit einem flüssigen Abrollverhalten. Gleichzeitig vermittelt er mehr Rückmeldung vom Untergrund, ohne dass die Dämpfung zu knapp ausfällt. Einen positiven Eindruck hinterlässt auch das neue Mesh. Es ist angenehm luftig und bietet gleichzeitig genügend Struktur, um dem Fuß einen sicheren Halt zu geben.

„Der Hoka Mach 7 verbindet geringes Gewicht mit einem überraschend dynamischen und vielseitigen Laufgefühl.“


Herstellerdetails

  • Gewicht: 232 g (Herren US 9, Herstellerangabe)
    Sprengung: 5 mm
    Schnürung: Schuhbänder
    Dämpfungsmaterial: Super Critical EVA
    Außensohle: k.A.
    Höhe Zwischensohle: 37 mm / 32 mm (Ferse/Vorfuß)
    Membran: keine
    UVP: € 170,-

Mehr Infos zum Hoka Mach 7 findet ihr hier

Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Damit ist aber keinerlei Einfluss auf das Ergebnis des Tests verbunden.

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