Ein Protektorrucksack muss zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllen: Er soll genügend Stauraum bieten, ohne beim Fahren zu stören und im Ernstfall zusätzlichen Schutz liefern. Genau diesen Spagat versucht der Rockrider MTB 21 L Defense mit integriertem D3O-Rückenprotektor zu schaffen – und das alles zu einem sehr attraktiven Preis. Ich habe mir angesehen, wie sich dieses Konzept im Alltag auf dem Trail schlägt und ob es mehr ist als nur ein günstiger Rucksack mit Protektor.
Erster Eindruck
Der erste Eindruck ist geprägt von einer zweckmäßigen und soliden Konstruktion und einer gelungenen Optik, wie ich finde. Das robuste Polyestergewebe wirkt sauber verarbeitet, die Reißverschlüsse laufen ordentlich und die 21 Liter verteilen sich auf mehrere gut strukturierte Fächer. Herzstück ist der herausnehmbare D3O-Rückenprotektor, ergänzt durch einen breiten Hüftgurt, Brustgurt, Trinkblasenfach und eine integrierte Regenhülle. Angesichts des vergleichsweise günstigen Preises wirkt die Ausstattung überraschend umfangreich. Mit rund 1,6 Kilogramm gehört der Rucksack allerdings nicht zu den Leichtgewichten.

Praxiseindruck
Auf dem Trail sitzt der Defense angenehm stabil. Vor allem der breite Hüftgurt verhindert, dass der Rucksack in ruppigen Abfahrten übermäßig verrutscht. Trotz des integrierten Protektors bleibt die Bewegungsfreiheit überraschend groß. Die Fächeraufteilung erleichtert den Zugriff auf Werkzeug, Verpflegung oder eine zusätzliche Bekleidungsschicht, ohne lange suchen zu müssen. Das Eigengewicht macht sich auf längeren Anstiegen jedoch bemerkbar. Die Belüftung am Rücken ist ordentlich, an heißen Sommertagen sammelt sich dennoch spürbar Wärme unter dem Protektor. Positiv finde ich, dass sich der D3O-Einsatz herausnehmen lässt. Damit kann der Rucksack auch für weniger anspruchsvolle Touren genutzt werden kann. Praktisch sind außerdem Details wie das Brillenfach, das Trinkblasenfach und die Regenhülle. Für Bikepark-Tage oder alpine Touren ergibt das Gesamtkonzept für mich Sinn. Für die kurze Feierabendrund würde ich eher zu einem leichteren Modell greifen würde.

Fazit Rockrider Rucksack MTB 21 L mit D3O-Protektor
Der Rockrider MTB 21 L Defense punktet mit seinem durchdachten Konzept aus Protektor und Stauraum. Er muss sich beim Gewicht und der Rückenbelüftung aber stärkeren Konkurrenten geschlagen geben. Der integrierte D3O-Protektor, die sinnvolle Fächeraufteilung und der stabile Sitz machen ihn zu einem praktischen Begleiter für anspruchsvolle Mountainbike-Touren oder Bikepark-Einsätze. Das vergleichsweise hohe Gewicht und die durchschnittliche Rückenbelüftung sind die größten Nachteile. Wer möglichst leicht unterwegs sein möchte oder nur kurze Ausfahrten plant, findet passendere Alternativen. Wer dagegen Wert auf zusätzlichen Rückenschutz legt, ohne einen separaten Protektor tragen zu wollen, bekommt hier ein funktionelles und preislich interessantes Gesamtpaket.
„Der Rockrider MTB 21 L Defense bietet viel Funktion und einen integrierten D3O-Protektor zu einem attraktiven Preis, verlangt aber Kompromisse beim Gewicht und der Rückenbelüftung.“
Mehr Infos zum Rockrider Rucksack MTB 21 L mit D3O-Protektor findet ihr hier




Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Damit ist aber keinerlei Einfluss auf das Ergebnis des Tests verbunden.


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