Mit der Pace 4 Pro erweitert Coros die Pace-Serie um ein Modell, das die bisherige Trennung zwischen leichter Laufuhr und umfangreich ausgestatteter Sportuhr zunehmend auflöst. Die Uhr kombiniert ein großes AMOLED-Display mit Titan, Saphirglas, Offline-Karten und einer für eine AMOLED-Uhr hohen Akkulaufzeit. Gleichzeitig bleibt das Gehäuse 11,8 Millimeter flach und das Gewicht mit 43 Gramm inklusive Nylonarmband niedrig.
Der erste Eindruck
Die Coros ACE 4 Pro wirkt auf Anhieb deutlich hochwertiger als die Pace 4. Dazu tragen die Titanlünette und das große, nahezu randlose AMOLED-Display bei. Mit 1,47 Zoll bietet die Anzeige viel Fläche, ohne die Uhr klobig wirken zu lassen. Das Gehäuse bleibt mit 11,8 Millimetern angenehm flach.
Auch beim Gewicht zeigt sich, dass Coros die Pro-Version nicht als schwere Outdoor-Uhr konzipiert hat. 43 Gramm inklusive Nylonarmband sind für die Ausstattung wenig. Das Armband selbst fällt leicht und flexibel aus und lässt sich über die klassische Dornschließe anpassen.
Die Bedienung kombiniert Touchscreen, digitale Krone und Tasten. Damit stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, durch Menüs zu navigieren oder Funktionen während einer Aktivität aufzurufen. Das große AMOLED-Panel fällt dabei sofort ins Auge. Farben und Schriften werden klar dargestellt, während die hohe Helligkeit auch bei wechselnden Lichtverhältnissen Reserven bietet.
Insgesamt vermittelt die Pace 4 Pro bereits beim ersten Kontakt stärker den Eindruck einer hochwertigen Sportuhr als einer klassischen Leichtbau-Laufuhr.

Die Funktionen der Coros Pace 4 Pro
Die Pace 4 Pro ist als Sportuhr für Ausdauerathleten und Trailrunner konzipiert. Gegenüber der Pace 4 rückt das neue Pro-Modell technisch näher an die höher positionierten Coros-Uhren.
Dafür sorgen unter anderem das 1,47 Zoll große AMOLED-Display, Saphirglas, eine Titanlünette, 32 GB Speicher, eine leistungsfähigere Hardware und eine Akkulaufzeit von bis zu 60 Stunden im GPS-Modus. Die Uhr arbeitet mit Dual-Frequency-GNSS und unterstützt umfangreiche Trainings- und Navigationsfunktionen. Dazu kommen Herzfrequenzmessung, Schlaf- und Erholungsanalyse, SpO2-Messung, HRV-Daten sowie weitere Bodymetrics.
Ein wichtiger Bestandteil der aktuellen Coros-Plattform sind außerdem Sprachfunktionen. Über das integrierte Mikrofon lassen sich während oder nach einer Aktivität Sprachnotizen aufzeichnen. Diese können anschließend der jeweiligen Aktivität zugeordnet werden. Die Funktion wurde bereits mit der Pace 4 eingeführt.

Unterschiede zur Coros Pace 4:
Ich habe die wichtigsten Änderungen aus meiner Sicht für euch zusammengefasst:
– 1,47″ LTPO-AMOLED (3.500 Nits)
– 466 × 466 px Displayauflösung
– Saphirglas statt Mineralglas
– Titanlünette statt Polymer
– 32 GB Speicher
– Mehr Arbeitsspeicher für Karten und Navigation
– GPS-Akkulaufzeit bis zu 60 Stunden statt 41 Stunden
– Dual-Frequency-GPS bis zu 40 Stunden
– 43 g statt 32 g mit Nylonarmband
– ECG-Funktion
– Neuer optischer Herzfrequenzsensor mit zusätzlichem Temperatursensor
– Größeres Display für Karten und Navigation
– Leistungsfähigere Hardware für schnellere Kartendarstellung
Display und Akku
Das AMOLED-Display der Coros Pace 4 Pro misst 1,47 Zoll (3,73 cm) und bietet eine Auflösung von 466 × 466 Pixeln. Mit einer maximalen Helligkeit von 3500 Nits gehört es zu den helleren Displays im Sportuhrenbereich. Die große Anzeige schafft insbesondere bei Karten einen Vorteil, weil mehr Informationen gleichzeitig dargestellt werden können. Die Uhr hat Saphirglas und der große AMOLED-Bildschirm wird durch eine hohe Akkukapazität ergänzt.
Bei der Akkulaufzeit setzt Coros bei der Pace 4 Pro einen deutlichen Schwerpunkt. Im HIGH-GPS-Modus sind laut Hersteller bis zu 60 Stunden möglich. Wird das Always-on-Display aktiviert, sinkt die Laufzeit auf bis zu 45 Stunden. Im MAX-Modus mit Dual-Frequency-GNSS stehen bis zu 40 Stunden zur Verfügung, mit dauerhaft eingeschaltetem Display noch 30 Stunden. Wie meistens setzt hier Coros eher tief an, in der Praxis ist sogar mehr möglich gewesen.

GPS und OHR
Für die Positionsbestimmung nutzt die Pace 4 Pro Dual-Frequency-GNSS. Dabei werden mehrere Satellitensysteme und Frequenzbereiche kombiniert. Das erhöht die Genauigkeit auch in schwierigen Empfangssituationen. Für Läufer und Trailrunner ist das speziell in Bereichen mit Abschattungen relevant. Dazu gehören etwa enge Täler, dichter Baumbestand oder dicht bebaute Gebiete. Im Test leistet sich die Pace 4 Pro keine Ausrutscher und überzeugt mit hoher Genauigkeit.
Die optische Herzfrequenzmessung OHR erfolgt über einen integrierten Herzfrequenzsensor. Sie war bisher nicht die Stärke von Coros. Das hat sich mit der Pace 4 Pro nun verändert, die gemessenen Daten sind solide und glaubwürdig. Zumindest bei normalen Belastungen kommt man jetzt also mit dem OHR aus. Bei Intervallen, oder Sportarten, bei denen man das Handgelenk stark abwinkeln muss oder einen schweren Rucksack trägt, würde ich nach wie vor einen Pulsgurt empfehlen. Hier hatte Coros den sehr empfehlenswerten HF-Gurt (Test) im Programm, der den Puls am Oberarm misst.

Konnektivität und App
Die Pace 4 Pro kommuniziert über Bluetooth mit Smartphone und externen Sensoren. WLAN steht für die Synchronisation und weitere Funktionen zur Verfügung. Die Coros‑App ist weiterhin die zentrale Schaltstelle der Pace 4 Pro. Hier lassen sich die Uhr konfigurieren, Trainings und Trainingspläne erstellen, Routen planen und Aktivitäten auswerten. Auch Schlaf, Herzfrequenz, HRV und weitere Gesundheitsdaten werden übersichtlich zusammengeführt.
Trainings und Routen können mit Plattformen wie Strava und TrainingPeaks synchronisiert werden. Auch geplante Workouts von unterstützten Drittanbietern können übernommen werden. Für eine detailliertere Analyse am Computer steht weiterhin der Coros Training Hub zur Verfügung. Dort können Trainingsdaten, Leistungsentwicklung und Trainingspläne umfangreicher ausgewertet werden. Coros entwickelt App und Uhr kontinuierlich weiter. Zu den jüngeren Ergänzungen zählen unter anderem globale Offline-Karten, Live-Tracking, erweiterte Schlaf- und Herzfrequenzanalysen sowie neue Trainings Metriken.
Navigation
Die Coros Pace 4 Pro verfügt über Offline-Karten und zeigt neben der Route auch Straßen- und Wegnamen, Höhenlinien sowie Points of Interest. Dazu kommen Turn-by-Turn-Hinweise, Höhenprofil und Hill Alerts. Die Navigation lässt sich über die Uhr logisch bedienen und die Karten reagieren dank der schnellen Hardware zügig beim Verschieben und Zoomen.
Routen können direkt in der Coros App erstellt oder von anderen Plattformen beziehungsweise als GPX-Datei importiert und anschließend mit der Uhr synchronisiert werden. Während der Aktivität informiert die Pace 4 Pro über die aktuelle Position, Abweichungen von der Strecke und bevorstehende Richtungsänderungen. Auch eine Navigation zurück zum Start ist möglich.
Die Karten selbst sind auf der Uhr gespeichert und benötigen unterwegs keine Internetverbindung. Die 32 GB Speicher schaffen ausreichend Platz für die umfangreichen Kartendaten und die Navigation ist inzwischen sicher eine der besten am Markt.

Bodymetrics
Neben den klassischen Trainingsdaten erfasst die Pace 4 Pro verschiedene Gesundheits- und Erholungsparameter. Dazu gehören Schlafdauer und Schlafphasen, Herzfrequenz, HRV, Ruheherzfrequenz und Blutsauerstoffsättigung. Die Werte werden über längere Zeiträume aufgezeichnet und können damit Veränderungen in den persönlichen Messdaten sichtbar machen. Auch die Trainingsbelastung wird in die Analyse einbezogen. Coros stellt dafür unter anderem Lauffitness, Trainingsbelastung und Rennvorhersagen zur Verfügung.
Neuere Softwarefunktionen ergänzen diese Auswertung. Dazu gehört beispielsweise die Herzfrequenz-Erholung, bei der der Rückgang der Herzfrequenz während Erholungsphasen sowie zwei Minuten nach dem Ende einer Aktivität betrachtet wird. Die Bodymetrics sind damit weniger als einzelne Diagnosewerte zu verstehen. Sie bilden vielmehr die Datengrundlage für die längerfristige Trainings- und Erholungsanalyse innerhalb des Coros-Systems.

Pro & Contra
Pro: super helles, knackiges Display, Saphirglas, Titanlünette, lange Akkulaufzeit, flach und leicht
Contra: ich hab wirklich nichts auszusetzen
Fazit Coros Pace 4 Pro
Nach drei Wochen mit der Coros Pace 4 Pro steht für mich fest: Für Trailrunner hat Coros hier eine wirklich gute Sportuhr gebaut. Mich überzeugt besonders die Kombination aus geringem Gewicht, sehr einfacher Bedienung, großem und wirklich hellem Bildschirm und der langen Akkulaufzeit. Bemerkenswert finde ich, wie viel Technik Coros in einem nur 51 Gramm schweren Gehäuse untergebracht hat. Trotz großem 1,47-Zoll-AMOLED, Saphirglas, umfangreicher Navigation und leistungsfähiger Hardware bleibt die Uhr angenehm leicht. Dazu kommt eine sehr einfache und logische Bedienung, die gerade während des Laufens ein Vorteil ist.
Besonders beeindruckt mich die Akkulaufzeit. Coros gibt im Multi-Band-GPS-Modus bis zu 30 Stunden an. In meinem Einsatz lag die Laufzeit sogar über den Herstellerangaben. Auch mit aktivem Display und täglichem Training hielt die Uhr länger als erwartet. Für lange Trailruns und Ultras ist das ein wichtiger Pluspunkt. Für mich verbindet die Pace 4 Pro damit drei Eigenschaften, die bei Sportuhren häufig getrennt zu finden sind: das Gewicht einer Laufuhr, die Navigation einer Outdoor-Uhr und die Ausdauer einer Ultralauf-Uhr.
“Die Pace 4 Pro ist für mich damit die bislang beste Coros-Uhr für Trailrunner, wenn nicht sogar ihre beste Uhr insgesamt. Leicht, unkompliziert und mit genau den Funktionen, die ich auf den Trails brauche und das zu einem sehr fairen Preis.”
Harald Angerer
Herstellerdetails
Mehr Infos zur Coros Pace 4 Pro findet ihr hier

















Transparenzhinweis: Das Produkt wurde mir für diesen Test vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Damit ist aber keinerlei Einfluss auf das Ergebnis des Tests verbunden.


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