Wohin geht die Outdoor-Reise?

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Nach drei Tagen auf der Outdoor Messe in Friedrichshafen ist klar, wohin die Reise für die Messe selbst geht, nämlich nach München. Die Outdoor wird 2019 das erst Mal in München durchgeführt. Doch viel schwerer ist die Frage zu beantworten, wohin die Reise beim Trailrunning geht. Eines ist klar, der Sport ist immer noch trendy. Und somit bringen immer mehr Firmen ihre Produkte auf den Trail-Markt, die sie an den Mann und die Frau bringen wollen. Nicht alle hat’s gebraucht, aber das ist dann wieder ein anderes Thema.

Aber es gibt auch die anderen Beispiele, wo offensichtlich schon wieder etwas Ernüchterung in Sachen Trailrunning Einzug gehalten hat. Wie bei Mammut, die haben sich komplett aus dem Thema zurückgezogen und nun Richtung Speed-Hiking, bzw. Speed Mountaineering gehen. Was ja gar nicht so viel anders ist als Trailrunning. Aber offenbar sehen sie sich daran mehr Entwicklungspotential.

Quo vadis Trailrunning?

Ein Problem, welches die Hersteller mit Trailrunning auf jeden Fall haben, ist, dass der Begriff vor allem im deutschen Sprachraum wohl sehr oft missverstanden wird. Er wird meist mit dem Berglauf verwechselt, was es aber nicht ist. Und das lässt viele mögliche Kunden und Neo-Trailrunner wohl zurückschrecken. Natürlich kann man der Meinung sein, dass es nicht mehr Trailrunner geben muss. Aber ich würde meine Leidenschaft schon noch an viele Menschen weitergeben. Denn viel mehr Menschen sind Trailrunner, meist ohne es zu wissen. Salomon hat Trailrunning einmal so definiert, dass es alles abseits der Straße ist. Also wären wohl fast alle Läufer auch Trailrunner. Soweit würde ich wohl nicht gehen. Aber wer regelmäßig im Wald unterwegs ist, gehört schon mal sicher dazu.

Wenn ich mir dann aber die ganzen Firmen und Produkte auf der Outdoor ansehen und vor allem die vielen begeisterten Menschen die zum Teil an den Ständen stehen oder von Stand zu Stand eilen dann wird mir klar. Dass es wohl am allerwenigsten um die Begrifflichkeit geht, sondern um die Leidenschaft. Die für das Produkt, für den Kunden, die für den Berg und die für die Natur. Wir sind alle „passionated“, egal ob nun als Trailrunner, als Speed-Hiker, als Wanderer oder einfach als Menschen, die eben gerne Outdoor sind. Ich hoffe wirklich, dass dieser Trend Richtung Outdoor anhält, auch wenn er sicher auch ein paar Probleme mit sich bringt. Aber ich bin überzeugt, dass man in der Natur ein besserer Mensch wird. Oder wie seht ihr das?

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Was gibt es Neues?

Aber nun noch kurz zu den Produkten. Eine genau Vorstellung so mancher Highlights kommt noch. Aber eine grobe Einschätzung gibt’s schon mal. Also die wirklich großen Neuheiten sind heuer ausgeblieben. Es sind vor allem sehr gute Weiterentwicklungen, die derzeit bei den Produkten stattfinden. Gibt´s Trends? Ja, auch wenn’s nicht mehr ganz neu ist, aber das Thema Ultra beschäftigt vor allem die Schuhhersteller. So haben zum Beispiel Scott und Scarpa Ultra-Versionen ihrer Erfolgsmodelle präsentiert. Bei den Bergsport-Herstellern ist die Nachhaltigkeit ein großes Thema, das wird bei den Trail-Firmen noch nicht ganz so in den Focus genommen. Ein weiters großes Thema ist aus meiner sich Multisport-Bekleidung. Die Zeit, in der man fürs Wandern, fürs Laufen und fürs Biken drei verschiedene Jacken im Kasten hatte ist vorbei. Die Großen machen es vor, wie zum Beispiel Gore. Hier gibt’s eine Linie, die für alle nutzbar ist. Natürlich gibt´s weiter Bike-Hosen, aber bei den Jacken gibt’s die Unterschiede nicht mehr.

 

Also alles in allem gibt es schöne Weiterentwicklungen. Der Blogbeitrag zu den Neuheiten kommt in den kommenden Tagen. Hier muss ich mich erst selbst noch etwas sortieren, an drei Tagen sieht man einfach viel zu viel.

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